Donnerstag, 29. November 2007

Weihnachtliches Vogtland - Spitzenmäßig


Drei Parzen & Lebensfaden (Städtisches Museum ZR)

Unsere Patchworkgruppe Museumsquilter Gera hat gestern einen Ausflug durch das winterliche Vogtland gemacht. Nach einer kurzen Fahrt durch die sonnige Schneelandschaft
erreichten wir unser 
erstes Ziel, Brockau. Dort haben wir uns bei der Plauener Spitzenmanufaktur 
Firma C.R.Wittmann Nachf. die Produktion angeschaut. Nach einer informativen Führung konnten wir 
noch in aller Ruhe im Fabrikverkauf stöbern. Außer Gardinen und Decken, gab es besonders
schöne weihnachtliche Spitzen...

 
Klassische Großstickmaschine, seit 1922 im Betrieb
 
links: Die weltgrößte Plauener Spitzendecke
Sehr interessant war die Abteilung, in der zwei Frauen die Decken aus lauter kleinen Einzelteilen zusammen gewickelt haben. Sie wären excellente Maschinenquilterinnen; die alten Bernina-Wickelmaschinen wurden nur per Steuerung der Spitze geführt, genau wie beim Quilten ohne Transporteur. Ob sie aber nach der Arbeit noch Lust zum Quilten hätten, ist eine andere Frage.

Weiter ging es nach
Zeulenroda. Nach einer kleinen Kaffeepause haben wir die
Poesiealbenausstellung des Städtischen Museums besucht. Die Museumsleiterin hat uns in die Geschichte der Stammbücher und Poesiealben eingeweiht.


Herrliche Stickereien zierten die Alben aus dem 18. Jahrhundert.
 


  
Nach dem Vortrag durften wir die sich noch im Aufbau befindende Weihnachtsausstellung sehen und durch alle Ausstellungsräume des Museums gehen. Es war ein wunderschönes Haus, mit viel Liebe zur Heimatgeschichte und bürgernah eingerichtet. Wir entdeckten eine Nähmaschine, einen kleinen Stoffladen in der Weihnachtsausstellung und ein tolles Crazy Kissen mit lebensgroßen Stumpwork-Vögeln aus der Gründerzeit in der Belle Etage:
  
<- Foto: Katrin Schorr

Wir alle waren uns einig, ein weiterer Besuch mit der Familie oder einer der vielen Veranstaltungen würde sich lohnen. Danke für die tollen Erlebnisse!

Auf dem Heimweg in Weida, auch "Wiege der Vogtlandes", genannt, sind wir in der 
Gaststätte zur Altstadt eingekehrt.  Das historische Ambiente passte ausgezeichnet zu unserer weihnachtlichen 
Stimmung nach dem Museumsbesuch und das Essen hat uns prima geschmeckt. Dieses Jahr haben wir Nadelkissen gewichtelt. Ich bekam eine ganz süße Miezekatze und ein passendes Fingernadelkissen in Mäuseform! Willy denkt sowieso, die Geschenke wären für ihn:

Es war ein richtig schöner Tag, danke Euch allen. Wir Museumsquilter machen ganz bestimmt wieder mal einen Ausflug, in der nächsten Umgebung gibt es noch viel (Textilgeschichtliches) zu sehen.

Ausflugstipp für 8.-9.12.2007  
Adventsmarkt im Hofgut

Donnerstag, 22. November 2007

Freies Sticken auf Seide oder Aquarium?

Am Wochenende habe ich einen Stick-Kurs von Daniele von Fischer in Rostock besucht. Es hat Spaß gemacht, in den luxuriösen Materialien 
zu schwelgen, mit Seide in allen Variationen zu spielen.

Es ging darum, Farb- und Formstrukturen auf der gefärbten Seide zu erkennen und sie mit verschiedenen Stickstichen frei herauszuarbeiten. Da das von mir ausgesuchte Bourrettestück eine kreisförmige Fläche in der Mitte hatte, wollte ich die Form mit einem kranzförmigen Design betonen. Meinem ursprünglichen Plan, möglichst viele 
neue Stiche zu üben, bin ich leider untreu geworden. Aber es sollte ja diesmal auch kein Mustertuch sein. Ganz interessant war es, dass alle Kursarbeiten total unterschiedlich
waren und viele eine ganz eigene Handschrift zeigten.


Stickerei auf Bourretteseide ( gefärbt von Daniele von Fischer)

Mein Werk ist noch nicht ganz fertig. Als ich es meinem Mann zeigte, hat er es 
als Aquarium gesehen. Vielleicht soll ich wirklich ein paar Fische in die Mitte 
sticken? So als nette Erinnerung an den Rostocker Hafen und an die Kursleiterin.

Die Rostocker Quilterinnen hatten  um alles gekümmert,  wir  hatten einen prima Kursraum und die Versorgung war ausgezeichnet. Und der kreative Austausch 
in der Freizeit hat mir ganz viele neue Ideen gegeben. Danke für das wunderschöne Wochenende!

Sonntag, 4. November 2007

Tagged

                                     
Peggy hat mich schon vor 3 Wochen getagged! Und ich habe es erst heute mitbekommen - S O R R Y . Ich hatte zu viel um die Ohren in der letzten Zeit und hänge hinterher.

Es ist gar nicht so einfach, kurz und bündig etwas über sich selbst zu erzählen. 
Hier also meine kleinen Geheimnisse, die Großen werden nicht verraten :-)

1. Ich bin bereit, auf gewisse Dinge zu verzichten, um so zu leben wie ich jetzt lebe.
2. Ich bin dankbar, dass meine
Familie mich meinen Weg gehen läßt und mich dabei voll unterstützt.
3. Ich versuche, in jeder Situation etwas Positives zu sehen.
4. Ich habe immer mehr Ideen als 
Zeit.
5. Wie Peggy, kämpfe auch ich mit der Ordnung und hebe alles Mögliche und Unmögliche auf.
6. Ich möchte noch viel Neues lernen und mich
kreativ entwickeln.
7. Mein Motto:
Far
be ins Leben

 Foto: Meike Hajen

Maschinenquilten


Herbstblätter - Quiltübungen auf mit "EMO Textilfarbe" gefärbtem Stoff
Vor 2 Wochen habe ich einen Maschinenquiltkurs bei Andrea Zimmer in
Meineweh besucht. Bisher habe ich meistens mit der Hand gequiltet,
aber manchmal muss es schneller gehen :-))  Die beiden Techniken
kann man sowieso schwer vergleichen und beide haben ihren Platz und Reiz.

Elke hatte mich überzeugt, den Kurs zu mitmachen und wir haben viel von
Andrea gelernt. Der Vormittag war anstrengend, die  Koordination zwischen 
Geschwindigkeit und Bewegung ungewohnt. Aber nachmittags, als die ersten 
kleinen Erfolge sichtbar wurden, hat es richtig Spaß gemacht. 
Meine neuen 
Quiltfüßchen sind  inzwischen  auch angekommen, j
etzt heißt es üben, üben, üben.