Montag, 18. Januar 2010

4 Jahreszeiten

Von diesem 4-Jahres-zeiten-Projekt habe ich schon einmal etwas berichtet. Jetzt war ich mit meinem eigenen Block, dem Herbst, dran. Ich habe mich am Wochenende intensiv damit beschäftigt.

Meine ursprüngliche Herbst-Idee war, bevor ich Katrin's und Elke's Blöcke gesehen hatte, irgendwas Üppiges in mixed media, viele verschiedene Materialien auf einer Sunprinting-Grundlage. Als ich dann den Frühling und Sommer vor mir hatte, wollte ich erst etwas ganz Schlichtes und Abstraktes machen, etwa nur mit den Farben die Herbststimmung beschreiben. Dann dachte ich eine Weile an Crazy nach, aber da die anderen Blöcke maschinengenäht und -bestickt sind, fand ich es doch nicht so passend.

Dann fielen mir diese 2 finnische Herbst-Postkarten in die Hände.
Das war genau das, wonach ich gesucht hatte!


Wir hatten uns ent-schlossen, nicht blind zu tauschen, damit ein harmonisches Bild entsteht. Ich habe Verbindungen zu den 2 vorhandenen Blöcken gesucht. Elkes Blockstruktur und die zarte Maschinenstickerei haben mir gefallen, sowie die Glasperlen als Tau. Von Katrin habe ich die Farbe der Begonien und die Applikation mit Satinstich in meinen Block transferiert.


Und das ist dabei rausgekommen. Die Bildelemente aus den Postkarten auf einem herbstlich-verregnetem Grund (sieht in Natur weniger blau aus als auf dem Foto). Ergänzt mit nur ein paar Stickstichen, weil meine bisherigen Blöcke komplett handgearbeitet waren, wollte ich nicht ganz drauf verzichten. Ich habe ausschließlich selbstgefärbte und Sunprint-Stoffe verwendet.

Hier noch mal alle bisherigen Blöcke zusammen, hier sind die Farben auch etwas echter.

Ich freue mich schon auf den Winter - auf den Block von Gudrun und darauf, für Katrin einen zu nähen.
Danach hat jede von uns einen 4-Jahreszeiten-Quilt !



Freitag, 15. Januar 2010

Färben im Schnee

1. Schnee vom Gestern
Des öfteren bin ich gefragt worden, ob ich schon im Schnee gefärbt hätte. Gereitz hat es mich schon lange. Gestern habe ich es endlich probiert, Schnee gibt es ja momentan genug. In Quilting Arts Nr. 41 wurde die Schneefärbemethode ausführlich beschrieben. Ich hatte mich entschieden, die Stoffe bei Zimmertemperatur über Nacht liegen zu lassen.

Die Stoffe wurden sehr hell und ich war etwas enttäuscht. Ziemliche Spielerei und viel Farbverlust, dachte ich.Da ich wußte, dass es doch sehr schöne Ergebnisse mit Schneefärbung gibt, studierte danach u.a. diese Links zum Thema Snow Dyeing:
Bunk's Blog Beth's Blog Sandy Snowden Sweet Leaf Notebook Gayles Gallery Diane's Fiber Art
Dippy Dyeing & Quilting


2. Meine heutigen Schnee-Experimente

sehen schon etwas interessanter aus. Ich habe einen trockenen und einen im Fixiermittelwasser (Sodalösung geht auch, anstatt EMO-Fixiermittel doppelt so viel Soda nehmen) gefeuchteten Stoff auf ein Gitter gelegt und mit Schnee bedeckt. Auf den Schnee habe ich Textilfarbe mit einer Laborspritze verteilt. Den Schnee habe vom Stoff entfernt, bevor alles geschmolzen war, sofort in der Mikrowelle fixiert und in der Waschmaschine gewaschen. Die tollen Schneekristalleffekte habe ich nicht hingekriegt - vielleicht starte ich noch einen dritten Versuch?







Oben der trocken und darunter der feucht gefärbte Stoff.

Für alle Färbungen habe ich EMO Flüssige Textilfarbe Töne 10 zitronengelb, 52 hellgrün und 40 violett mit EMO Fixiermittel verwendet. Statt Fixiermittel kann auch Waschsoda verwendet werden, davor wird 2x soviel wie von Fixiermittel benötigt.



Mein Favorit entstand jedoch mit den Farbresten, ohne Schnee, im Glas und kurz in der Mikro fixiert.

Also, denjenigenen, die gerade viel Zeit haben und nicht wissen, wohin mit dem Schnee, empfehle ich die Methode wärmstens :-) Sicherlich macht auch hier Übung den Meister.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Nordische Kombination


Eine Freundin von mir hatte kurz vor Weihnachten einen überraschenden Trauerfall. Diese Socken sind für sie. Die Wolle ist handgefärbt mit EMO flüssige Textilfarbe. Ich habe etwas probiert, um die Passform zu verbessern: in der Mitte des Fußes sind 15 Reihen 2 re 2 li gestrickt. Das hatte ich mal bei Sportsocken so ähnlich gesehen und es scheint auch bei den Selbstgestrickten zu funktionieren. Sonst bin ich gar nicht für neue Sockenstrick-Ideen zu haben, und stricke eisern meine jahrzehntelang bewährten Basics immer wieder. Es hat den Vorteil, dass man nie etwas nachschauen muss und eine Socke fast von selbst entsteht. Das macht das Stricken so entspannend für mich.

Vorgestern im Arztwartezimmer warf eine Patientin einen Blick auf mein Strickzeug "Ach, Sie stricken noch die altmodische Ferse. Die Neue geht viel besser und schneller. Lassen Sie mich es mal zeigen." Mein Widerstand, dass ich mit der alten Version völlig zufrieden bin, und bis jetzt nicht kapiert habe, wie man eine Bumerangferse ohne Löcher strickt, war zwecklos. Und ich habe es wieder nicht verstanden...
In der Weihnachtszeit habe ich 5 Paar Socken und ein Paar Fäustlinge gestrickt - und alle gleich warm von den Nadeln verschenkt, ohne sie vorher zu fotografieren. Für mich bedeutet Nordische Kombination "Stricken + Skispringen", zum Glück ist die Vierschanzentournee gestern zu Ende gegangen, damit ich auch wieder zu etwas Anderem komme. Mindestens so lange, bis die Olympischen Spiele beginnen ;-). Es lebe der Wintersport mit dem Nadelspiel auf dem Sofa.

Montag, 4. Januar 2010

Happy New Year

Foto: Anett Taute

Ein gutes neus Jahr 2010 !
Laßt uns auch dieses Jahr unsere Ideen verwirklichen und gemeinsam neue entwickeln.