Sonntag, 18. Juli 2010

Kurzurlaub in der Nähe

Diesen Sommer können wir aus verschiedenen Gründen keinen Urlaub machen. Deshalb haben wir zumindest einen Tag gespielt, dass wir Urlaub hätten.

Wir haben Naumburg an der Saale und Freyburg/Unstrut besucht, diese Weinstädte liegen gerade mal eine Autostunde von uns entfernt und ich war noch nie in der Gegend, außer bei der letzten Weinmeile.

Naumburg mit ihren Gassen und historischen Bauten ist wie eine andere Welt. Überall alte Portale, Türe, Figuren, Schilder, kleine Läden… Der Dom ist beeindruckend, aber die berühmten Stifterfiguren sind im Moment nur auf Video zu besichtigen, Restaurierungsarbeiten sind im Gange. Ich hatte keine Fotogenehmigung für die Kirche – es hätte viele Inspirationen (Holzschnitzereien, Ornamente) für Handquilter gegeben.

In benachbartem Freyburg war es wesentlich ruhiger als in Naumburg. Wir haben dort die Sektkellerei Rotkäppchen und die Weingalerie der Winzervereinigung besucht. Hervorragend für eine erfrischende Kaffeepause eignet sich die Kaffeerösterei Moness in Balgsted, leckere Eisbecher stilvoll draußen oder drinnen, Kuchen, Torten... Hier komme ich garantiert wieder hin.


Selbstgefärbte Socken

Ich habe aus mit EMO flüssige Textilfarbe gefärbte Wolle ein paar Kleinigkeiten gestrickt. Ich find Stricken im Sommer gerade schön. Ich habe mein Strickzeug immer dabei.

Während der Fußballspiele habe ich diese Handschuhe gestrickt. Die Farbzusammenstellung erinnert mich an den finnischen Herbstwald und -moor. Diese Färbung stammt aus dem Färbe-Workshop @ tab in Juni - wer dabei war, weiß vielleicht noch, dass diese Farbzusammenstellung ein totaler Zufall war. Gerade diese zufälligen und überraschenden Kombinationen gefallen mir gut. Ich will gar nicht vorher wissen, was es wird. Ich hatte mir nicht mal bei meiner Schwangerschaft das Geschlecht des Babys vorher sagen lassen. Meine Socken haben die Besonderheit, dass sie gar keine Besonderheiten haben. Außer vielleicht die Farbe. Die Ferse ist immer die altmodische, ich habe die Bumerangferse immer noch nicht kapiert und will es auch nicht mehr lernen. Ich will einfach stricken, ohne in die Anleitung schauen zu müssen und da hat sich die klassische Socke bewährt.

Ich habe im Auto ein Geheimfach, in dem ich Strickzeug aufbewahre. So bin ich auf alle eventuell auftretenden Wartezeiten gewappnet. Und irgendwann ist ein neues Sockenpaar fertig.Elke zeigt gerade auch etwas Gestricktes in ihrem Blog. Diese Wolle hier hat Katrin gefärbt und in einem aufwändigen Spitzenmuster gestrickt. Herrliche Farbe, wie eine Heidelandschaft!
Foto Katrin

Sonntag, 11. Juli 2010

Veri's Mystery fertig

Als Bummelletzte(?) habe ich meine Mystery nach Veri's Anleitungen gestern Nacht zusammengenäht und heute fertig gestellt. Da ich aber eher einen Läufer als ein Deckchen gebrauchen kann, habe ich die längliche Form gewählt.Ich habe mit handgefärbten Stoffen gearbeitet. Gequiltet habe ich nur in den Quadraten, zuerst mit der Maschine, aufgetrennt und dann mit der Hand.
Auf dem Gartenstuhl macht der Quilt sich auch gut.

Samstag, 10. Juli 2010

2 Neue Bücher

Ich habe diese Woche 2 neue Färbe-Bücher bekommen:
Hand Dyeing Yarn and Fleece von Gail Callahan und
Fabric Dyer's Dictionary von Linda Johansen
Hand Dyeing Yarn and Fleece ist DAS Färbe-Buch, auf das ich gewartet habe. Es beschäftigt sich mit Färben von Wolle und anderen tierischen Fasern. Die Autorin - selbst Weberin, Spinnerin und Färberin - spricht sowohl Hobby- als auch professionelle Färber an. Das Buch ist logisch aufgebaut, die Aufmachung inspirierend, der Text und Anleitungen gut verständlich. Am Ende sind noch einige Strick-und Häkelanleitungen für selbstgefärbte Wolle. Gail Callahan hat mit Farben in Pulverform gearbeitet, aber alles läßt sich auch mit EMO Flüssige Textilfarbe (Reaktivfarbe) und Essig(essenz) machen, da fällt einfach das lästige Auflösen des Pulvers weg.

Fabric Dyer's Dictionary ist, wie der Name schon sagt, ein Nachschlagewerk für den Stofffärber. Das Buch beinhaltet unzählige Farbtabellen mit Rezepturen für Baumwolle. Die Autorin hat Farbe in Pulverform verwendet, vieles ist auch hier für flüssige Textilfarbe übertragbar. Ich möchte es einmal probieren, nach genauen Vorgaben zu arbeiten - obwohl ich mehr der Typ bin, der die Farben frei aus dem Handgelenk dosiert. Beide Arbeitsweisen haben ihre Berechtigung, je nach dem, was man erreichen möchte.

Ich hätte bei diesem Wetter jedenfalls Lust zum Färben.

Sonntag, 4. Juli 2010

Juni - gefärbt wie ein Weltmeister

Der Juni war so schnell vorbei wie noch nie. Jetzt hoffe ich auf ein paar ruhigere Tage, aber ich weiß schon, ich bin und bleibe ein ewiger Optimist. Wahrscheinlich komme ich gerade zum Luftholen und es ist gleich wieder Weihnachten.

Die Zick-Zack-Zicken luden mich vorletztes Wochenende spontan zu ihrem traditionellen Färbefest ein. Es hat viel Spaß gemacht zu sehen, wie konzentriert dieses eingespielte Team zusammen arbeitet und wie viele Stoffe und Garne an einem Tag geschafft wurden. Das Wetter war herrlich und wir konnten uns bei besten Bedingungen in Kerstin’s großem Garten austoben. Mehr zu lesen vom Färbefest bei Anke, Beatrice, Sabine Danke euch allen für den schönen Tag!

Stoffe vor dem Waschen

Ich konnte das Färben mit Reaktivfarben in Pulverform probieren. Mich hat überrascht, dass das Färbe-Ergebnis so viel heller wurde, als es auf dem noch nassen Stoff aussah. Mit den Pulverfarben zu arbeiten bedarf viel mehr Genauigkeit als mit den flüssigen Farben. Interessante Töne sind es trotzdem geworden.

Stoffe nach dem Waschen - am besten sind die mit Fuchsia geworden, alles andere sehr hell Töne

Als nächstes möchte ich die vielen anregenden Hausaufgaben machen, die Britta im Online-Workshop „Experimentelles Drucken“ den Teilnehmern ausgedacht hat. Schon als ich mich im Mai für diesen Kurs entschied, wusste ich, ich könnte nicht vor dieser Woche mit dem Drucken anfangen. Wenn ich aber vorher gewusst hätte, dass mein Mann während des Kurses ins Krankenhaus und zur Kur muss, hätte ich es vielleicht doch anders überlegt. Jetzt muss ich durch, und hoffe, auch ich kann bald etwas Gedrucktes zeigen. In Britta’s Blog kann man inzwischen schon Werke der anderen Teilnehmer bewundern.