Mittwoch, 18. April 2012

Die neue Freiheit

In den letzten Wochen gab es auf allen Ebenen viele Diskussionen über Freiheit.

Plötzlich bin ich - bisher ein freier Bürger eines freien Staates - ganz persönlich betroffen. Nein, ich sitze nicht im Haft. Ich und mein Mann müssen uns nur an eine gewisse Freiheitsberaubung gewöhnen. Wir leben laktosefrei, glutenfrei, alkoholfrei, zuckerfrei, kohlenhydratefrei, autofrei. Teilweise stimmen unsere Einschränkungen sogar überein - das ist einwandfrei. Ganz koffeinfrei sind wir noch nicht.

Giersch, Löwenzahn und Brennessel dürfen im Garten frei wachsen - sie werden nicht mehr als Unkraut verjagt. Ich kann höchstens versuchen, sie restlos aufzuessen. Die Zubereitung von Mahlzeiten ist ziemlich zeitaufwändig, weil jeder etwas Anderes nicht verträgt oder vermeiden soll. Deshalb bleibt momentan wenig Zeit für Kreatives, also unfreiwillig auch noch faden- und färbefrei.

Ganz nähfrei geht's aber doch nicht. Den angefangenen Quilt habe ich fertig gestellt. Noch nie habe ich mir so viel Mühe beim legen des Quiltsadwiches gegeben.


...zuerst den Rückseitenstoff mit Malerkrepp auf den Fußboden fixiert

 ... dann Vlies und Top draufgelegt, nochmal fixiert. Gut dass das Schlafzimmer gerade gestrichen wurde, sonst wäre keine so große Fläche frei gewesen.



.. mit Quilt-Lineal schön glatt gestrichen

...ordentlich geheftet

und endlich maschinengequiltet. Das ging dank Elna besser als erwartet, obwohl die Decke wirklich riesig ist.

Detail Quilting

Die Sache hat nur einen Haken: ich habe den Quilt meiner Tochter gegeben und habe selbst wieder keinen. Aber ein wenig Stoff ist noch da. Momentan kann ich diese Farben nicht satt sehen. Ich nehme mir die Freiheit, noch einen zu nähen.

Freitag, 6. April 2012

Schöne Ostern

Statt Osterwichteln hat unsere Patchworkgruppe dieses Jahr etwas ganz Anderes gemacht. Petra hatte die Königinnen-Idee, zum Kräuterschuppen nach Silbitz zu gehen. 



Ein Ausflugstipp unweit von der B7 zwischen Bad Köstritz und Crossen.
  
Franziska, Marion und Sylvia haben ihre neuen Quilts gezeigt.
Nach dem Kaffeetrinken (bei mir Kräutertee) hat die sympathische Kräuterwirtin Romy Petzold uns über Kräuter und ihrer Anwendung erzählt. Wir haben eine Kräuter-Salbe hergestellt und eine Tinktur angesetzt.
Wir hatten viel Spaß dabei, es sind Sätze gefallen wie "Wer schöner ist als wir, ist geschminkt" (Kerstin). Jedenfalls hoffen wir sehr auf die positive Wirkung der Kräuter. Wußtet ihr, dass ein Gänseblümchen in der Hosentasche vor Unheil schützt?

Nach Kräutersammeln war noch genügend Zeit für einen Frühlingsspaziergang in der Abendsonne. 
   Die Schlehe blüht.



Nach dem köstlichen Abendbrot mit frisch gepflückten Kräutern war es wieder Zeit, nach Hause zu gehen. Ich habe viel Neues gelernt und einiges bereits umgesetzt. Ob ich es aber schaffe, so viel Unkraut zu essen, dass ich nicht mehr jäten muss, ist fraglich.


 Ich wünsche euch allen Frohe Ostern trotz weihnachtlicher Kälte.