Donnerstag, 25. Dezember 2014

Jeder Baum hat es verdient...




...ein Weihnachtsbaum zu werden. So einen hatten wir noch nie.


Ich wünsche euch allen schöne Weihnachtstage und einen guten Start in das neue Jahr.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Weihnachtsausflug in die Knopfstadt Schmölln

 Der traditionelle Weihnachtsausflug der Patchworkgruppe führte uns diesmal nach Schmölln.
Durch die Stadt bummelten wir zum Knopfmuseum. Als gebürtige Schmöllnerin erklärte Doris uns auf dem Weg das Stadtild. Bei einer Museumsführung erfuhren wir viel über Knöpfe und deren Herstellung.
Beeindruckend waren auch die mosaikartigen Bilder aus Knöpfen.
Neben Knöpfen gab es noch andere interessante Exponate.
Nach dem Museumsbesuch haben wir Topflappen gewichtelt. Viele tolle Ideen!
Mein Wichtelgeschenk blieb gestern ungeöffnet, da meine Tauschpartnerin nicht teilnehmen konnte. Leider habe ich kein Foto vom Inhalt.

Heute kamen ihre schönen rot-weissenTopflappen per Post. Herzlichen Dank, Katrin!

PS. unsere Ausstellung im Stadtmuseum Gera ist auch einen Besuch wert.

Montag, 8. Dezember 2014

Die Gedanken sind (noch) frei

Bisher habe ich mich nicht für eine politische Bloggerin gehalten. Aber jetzt muss ich meinem Herzen Luft machen. Eigentlich müßte ich diesen Beitrag in meiner Muttersprache fassen, solange es noch erlaubt ist. An dieser Stelle würde es aber wenig bringen, also weiter auf Deutsch.

Habt auch ihr von dem CSU-Vorsachlag gehört, dass Ausländer in Deutschland sowohl in der Öffentlichkeit als zu Hause deutsch sprechen sollten? Ich verstehe diesen Schwachsinn nicht. 

Ich lebe seit 26 Jahren in Deutschland und war schon immer der Meinung, eine Sprache ist ein Schlüssel in die Kultur und in die Gesellschaft. Jeder, der in ein fremdes Land kommt, soll meiner Meinung vorab oder möglichst bald nach seiner Ankunft sich mit der Landessprache vertraut machen. Alle Kinder sollen bei der Einschulung die Landessprache so gut beherrschen, dass sie vom Anfang an dem Unterricht folgen können. Aber was soll durch ein Muttersprach-Verbot erreicht werden? Wer soll die Einhaltung kontrollieren, etwa die GfdS? Oder ist das Arbeitsplatsbeschaffung, eine neue deutsche Sprachpolizei? Nach dem Motto (auf Sächsisch) "Frau Geitel, ihre Nachbarn haben Sie letzte Woche zweimal finnisch sprechen hören, und einmal etwas Anderes, was sie aber nicht genau definieren konnten, kann Englisch gewesen sein. So geht das nun wirklich nicht weiter."


Sind die Erfinder dieser Idee neidisch auf uns Ausländern? Wir besitzen quasi eine Sprache mehr als der Durchschnittsbürger. Ein Akzent ist nun mal ein Zeichen, dass man mindestens noch eine Sprache perfekt spricht. Das kann schon zu heftigen Gegenreaktionen führen. Übrigens, ich hatte mich vor Jahren mal zu einem VHS-Lehrgang angemeldet, "akzentfreies Deutsch" sollte er heissen. Der Kurs fand nie statt, neben mir hatten nur 2 Russen Interesse bekundet. Eigentlich kein Wunder, in dem Programmheft stand "akzentfreies Dutsch" - wozu braucht man schon akzentfreies Dutsch in Deutschland?

Warum nur deutsch, wenn multilingual möglich ist? Ich weiß, dass die Deutschen immer viel Angst haben, wenn man eine fremde Sprache in der Öffentlichkeit spricht, man könnte gerade etwas Böses über sie sagen. Das alte deutsche Sprichwort "Was ich denk und tu, Trau ich andern zu" beschreibt das Phenomen sehr treffend.

Wenn ich persönlich etwas bereue, ist es dass ich mit meinem Kind nicht konsequenter Finnisch gesprochen habe. Da es mir oft bequemer war, mit ihr deutsch zu sprechen, kann meine Tochter perfekt deutsch aber Finnisch nur für den Hausgebrauch. Und dafür schäme ich mich. Es lag in meiner Hand und ich habe die Chance nur oberflächlich genutzt, mein Kind wirklich zweisprachig zu erziehen. Das kann ich nicht mehr wiedergutmachen.


Jedem, der diesen Muttersprachverbot gut findet, wünsche ich einen längeren Auslandsaufenthalt. Es reicht ja schon innerhalb der EU - neben Finnland bieten sich z.B. Ungarn und Tschechische Republik geradezu an - und die Einhaltung dieser Regel, nur andersherum. Wie fänden Sie es, wenn sie dann nicht mal zu zu Hause deutsch sprechen und dieses Kapital ihren Kindern nicht weitergeben dürften?

Zum Glück ist der Vorschlag so absurd, dass er sicher nicht durchkommt. Aber man weiß ja nie. Ich hoffe weiter auf eine Bunte Republik Deutschland.

PS Ich bin jetzt noch zu aufgeregt für eine Rechtschreibprüfung, verzeiht mir bitte.

Nachtrag 8.12.2014: Gerade eben höre ich in den Nachrichten, dass der absurde Vorschlag von der CSU vom Tisch ist. Geht doch. Und wie wäre es, liebe Politiker, die wirklichen Probleme anzupacken?