Mittwoch, 30. Dezember 2015

Handarbeits-Jahresrückblick

Das alte Jahr liegt hinter uns, das neue fängt bald an. Die Zeit scheint immer schneller zu vergehen.

So erinnert man nicht gleich an alles, was in dem Jahr entstanden ist, da helfen die Fotos.
Hier musste ich nur zusammennähen - die Blöcke bekam ich von der Patchworkgruppe
Socken gehen immer - ich habe insgesamt bestimmt 10 Paar gestrickt.
Mein Quilt Summertime
Applizierte Kissen für Caravanfreunde

Bionic Gear Bags
- hier 2 von vielen
 ... und noch mehr Accessoires
Upcycling Tasche
und Sunprinting-Tasche
Gelenkbörse und Kette

 Reudnitz mon Amour,
von Ideenfotos
zum fertigen Quilt


Das war nicht alles, aber trotzdem mehr als mir auf Anhieb einfiel.

Gute Vorsätze für 2016?  Weniger konkrete Pläne, aber mehr Zeit für Kreatives nehmen.

Ich wünsche euch allen einen guten Start in das neue Jahr und Zeit für Eure kreativen Vorhaben.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Zum 3. Advent

gibt es immer noch keinen Schnee, aber mindestens etwas vorweihnachtliche Stimmung kommt langsam auf. Auf dem lokalen Weihnachtsmarkt hat es gestern mindestens nicht geregnet.

Gestern habe ich das neue Gildeheft Nr. 121 erhalten. Der Themenschwerpunkt ist diesmal gedruckt, gefärbt, gestempelt. Es sind viele interessante Artikel drin. Über die Erwähnung meines Quilts "Reudnitz mon Amour" in dem Bericht über die Ausstellung Augenblicke - 1000 Jahre Leipzig habe ich mich sehr gefreut.
Reudnitz mon Amour - Helena Geitel
Nur das Detailfoto auf S. 21 ist leider vertauscht worden. Es ist nicht von meinem Quilt, sondern zeigt einen Ausschnitt aus Veronika Schlüsselburgs wunderschönen Quilt "Heimatluft". Hier noch mal Bilder von den beiden Quilts. Die gesamte Ausstellung wird auf PPM 1.-3.4.2016 in Prag gezeigt.
Heimatluft - Veronika Schlüsselburg

Einen schönen 3. Advent, mit oder ohne Schnee. Hier regnet es.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Fette Beute(l) im Advent

Unsere Quiltgruppe hat dieses Jahr Beuteltaschen gewichtelt. 
Ich bekam einen schwarz-weißen Beutel mit bunten Patchworkeinsätzen. Danke Margot für die hübsche und praktischeTasche.
Ich hatte einen hellrot-hellblauen Beutel genäht. Diesen bekam Ingrid gewichtelt. 
Vorderseite
Die Tasche hat noch eine "Schwester", genäht aus den restlichen Stoffen. Hier ist die Rückseite ein unbesticktes DDR-Stickbild in passender Farbe.
Rückseite
Neben Wichteln und dem traditionell reichhaltigen Buffet gab es noch einen Höhepunkt, den Inchie-Tausch. Wir haben weihnachtliche Inchies gemacht. Alle sind verschieden, aber passen doch gut zusammen.
Inchie-Tausch 2015
In Wahlsdorf packte mich das Sternenfieber. Der Anfang war schwer, aber irgendwann hatte ich den Dreh raus. Ich habe dann acht oder neun Stück genäht, sie waren ganz schnell in alle Himmelsrichtungen verschenkt - ich habe nicht mal Bilder von allen. Ich selbst liebe die Kombination Rot-Grün-Weiß zu Weihnachten.
Die diesjährigen Weihnachtsmarktbesuche gingen bis jetzt nach Breslau, Leipzig und Erfurt. Breslau war für mich ganz neu - in der Stadt und Region bräuchte man allerdings etwas mehr Zeit.
Wroclaw/Breslau
Für den Weihnachtsmarkt bildet das restaurierte Stadtbild natürlich eine wunderschöne Kulisse.
Thüringer Bratwurst scheint es mittlerweile fast überall zu geben...


Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit!


Montag, 16. November 2015

Novembertreffen der Zicken in Wahlsdorf

 
Zicken im Funkloch

Weit weg von den Medien, fast im Funkloch und ohne Internet, freiwillig ohne Fernsehen und Radio, das war die richtige Entscheidung für dieses Wochenende - sonst hätte man sich von der Berichterstattung aus Paris fast nicht fernhalten können. Es ist irgendwie schon Luxus, sich so ein Wochenende zu gönnen und sich ausschließlich schönen Sachen zu widmen.
Wie Anke sagte, endlich perfektes Nähwetter, als es anfing zu tröpfeln. Viele Überraschungen für die Adventszeit entstanden an den Nähmaschinen und die Stricknadeln glühten in der netten Athmosphäre in der Kreativbude.
Ich kämpfte mit Sternendeckchen, nach einem schiefgegangenen Versuch gelangen mir zwei Stück. So konnte ich auch meine Weihnachtsstoffvorräte etwas abbauen.


Donnerstag, 12. November 2015

Gänse, Quelle und Kino, alles an einem Novembersonntag

Am Sonntag war ich beim besten Ausflugswetter zum ersten mal zum Gänsemarkt in Großeutersdorf. Er findet traditionell Anfang November statt.  Es gab allerlei aus der Region, natürlich auch Gänse.
Da wir uns nicht für den Gänsebraten anstellen wollten, haben wir ein paar Kilometer weiter in einem idyllischen Waldgasthof Entenkeulen gegessen. Die Klöße und der Rotkraut waren handgemacht, es hat geschmeckt, wie es in Thüringen schmecken soll.
Fast an unserem Weg lag die Quelle Lenzborn. Das Gebiet lockt mit den vielen Wanderwegen.

Ob das das letzte sonnige Wochenende war? Ich kann nicht glauben, dass es in 6 Wochen Weihnachten ist.

P.S.
Filmtipp: Voll verzuckert 
Auch wenn man selbst keine Fertigprodukte isst, macht der Film sehr nachdenklich. Ein Australier ernährt sich 60 Tage mit handelsüblichen Lebensmitteln und die Dinge nehmen ihren Lauf. Sehr kurzweilig.

Freitag, 30. Oktober 2015

Zum Reformationstag - der Lutherweg in Weida 11.10.15

Osterburg Weida
Kurzweilig und doch wissenschaftlich durch Martin Luther's Leben führte uns als fliegender Buchhändler PD Dr. Stefan Michel  durch Weida.

 
An 6 Stationen haben wir viel über den Reformator erfahren.
An der ersten Station hinter der Burg ging es um Ablasshandel und Luther's Schriften, zu jener Zeit teilweise noch verboten.
Der Burghof stellte Wartburg dar, als Luther als Junker Jörg dort das Neue Testament übersetzte.
Am ehemaligen Nonnekloster hatten die Nonnen das Wort.
  Luther soll auf der Rückreise aus Coburg am 7.10.1530 in Weida gepredigt haben.
Nochmal alle Kurfürsten, der Kaiser, Nonnen und Martin Luther zusammen mit dem fliegenden Buchhändler.
Anschließend ging es in die Stadtkirche St. Marien zum Festgottesdienst mit Landesbischöfin Ilse Junkermann.
 Mehr über den Lutherweg hier

Dienstag, 13. Oktober 2015

On the Go



Ich wußte gar nicht, dass so ein Häkeltäschchen, wie meine Oma es in verschiedenen Ausführungen hatte, jetzt Crochet on the go-bag heißt. 
Meine Oma Ester, portraitiert 1977 von Anja Nyman, leider ohne Täschchen

Meine eigene Tasche habe ich frei nach Erinnerung an Omas Täschchen genäht, die moderne Version der Tasche in der o.g.  Anleitung hat noch eine große Außentasche. Der Oma war, und auch mir ist wichtig, dass das Garn gut aus der Tasche gleiten kann. Deshalb ist die Innenseite synthetisch, z.B. aus Futterseide. Diese Tasche kann man praktischerweise über die Armlehne oder um den Unterarm hängen und damit von Raum zu Raum mit dem Strick-/Häkelzeug wandern. Ich selbst neige trotzdem noch dazu, angefangene Socken in allen Zimmern zu deponieren, damit ich überall stricken kann.
Schon länger wollte ich über ein wunderbares Buch über ostfinnische Stricktradition berichten. Kam aber nicht dazu, bis der Begriff "on the go " mich wieder daran erinnerte. 
 
In dem Buch Sukupolvien silmukat ( "Maschen der Generationen" ) von Pia Ketola, Eija Bukowski, Leena Kokko, Anne Bäcklund und Sari Suuronen, Verlag Maahenki 2014, geht es um Fäustlinge, Handschuhe und Strümpfe, deren Ursprung in dem Krieg verlorenen Karelien liegt. Die Modelle sind nach Museumsfunden nachgearbeitet und die Anleitungen auf moderne Garne umgeschrieben. Sie stammen aus der Zeit von ca. 1700-1940. 
Die Blauen sind aus Kivennapa, Geburtsort meiner Mutter

Aber warum die Überschrift "on the go"? In dem Buch hat mir die Information sehr angetan, dass früher eine gute Hausfrau beim Laufen stricken können sollte. Praktisch also auf dem Weg zum Melken, auf der Weide, in der Zeit als der Bauer seine Sense geschärft hat und so weiter. Jede freie Minute wurde so zur Strickzeit. Schon 10jährige Kinder konnten komplizierte Muster stricken. Einerseits war es ein Zusatzeinkommen, die Strümpfe und Fäustlinge wurden auf dem Markt verkauft, anderseits gab es viele Traditionen um die Eheschliessung und Aussteuer.

Meine Familie stammt aus Karelien, vielleicht steckt das allgegenwärtige Stricken einfach in unseren Genen? Ich werde mir ein Paar Handschuhe aus dem Buch stricken, die Tradition verpflichtet. On the go.

Montag, 5. Oktober 2015

21. Carrefour Européen du Patchwork

Ste.-Marie-aux-Mines
und das schöne Silbertal sind jetzt schon Schnee vom Gestern. Da die Fereinwohnung WLAN-frei war (ja - so etwas gibt's noch) konnte ich vor Ort nicht bloggen und wieder zu Hause kam ich auch nicht gleich dazu.
Toller Ausblick - kein WLAN

Ich habe mich sehr gefreut, dass Gudrun und Katrin mit mir gefahren sind. Leztes Jahr war ich allein in den Ausstellungen unterwegs. Man trifft zwar immer mal auf Bekannte, aber es macht so viel mehr Spaß, alles zusammen anzuschauen und die Eindrücke zu teilen. 

Auf dem Hinweg haben wir die Ausstellung 6. Europäische Quilt-Triennale in Heidelberg besucht. Sie lag auf dem Weg, leider durfte man dort keine Fotos machen. Daher empfehle ich den umfassenden Bericht von Gudrun Heinz. 

Wir haben in Silbertal alle 22 Ausstellungen geschafft. Am ersten Tag als wir in Liepvre kurz vorm Ausstellungsschluß die Festivalbändchen holten, fielen uns gleich die farbenfrohen Quilts von Barbara Lange auf. Die Ausstellung haben wir dann auch noch mal am letzten Tag uns angeschaut - und sie hatte nichts von ihrem Zauber verloren, auch wenn unsere Augen satt von den vielen Quilts waren.
 
Ausstellung von Barbara Lange

Am Donnerstag hat es geregnet. Die Schirme an den Eingängen zu den Ausstellungen bildeten spontane bunte Installationen.
Einen absoluten Lieblingsquilt kann ich diesmal gar nicht benennen, es waren so viele wunderschöne Arbeiten da. Diesen mochte ich sehr, schon wegen der Farben.
Leanne M. Chahley - Breathe

Sehr gut gefielen mir auch

die Ausstellung von Michèle Samter:

Michele Samter
 die gesamte Wettbewerbs-Ausstellung Reflektion, nicht nur der Siegerquilt,
Kathryn Harmer Fox - A Life lived in Ink


Sehr beeindruckend fand ich die Arbeiten von Genevieve Attinger.

Einen Bericht aus Silbertal - ebenfalls von Gudrun Heinz - mit vielen Fotos findet Ihr hier

Einen Vormittag haben wir in Ribeauvillè gebummelt, damit zur Abwechslung wir etwas Anderes als Quilts sehen. Wie z.B. Stoffe und Kurzwaren... Und am letzten Abend, nach den Ausstellungen, verbrachten wir bestimmt 1,5 h bei Tissus Mondial Colmar.
Handarbeitsladen Anne Picot, Ribeauville   
Stoffe wühlen @Beauvillé

Lecker vom Bäcker gegessen

Munsterstullen
Die beste Baiserhaube auf Rhabarber in Ste. Croix





 

So, ich muss wieder lange von dieser wunderschönen Reise zehren.
 
Die kleine Zicke wäre immer bereit auf neue Abenteuer.