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| Reudnitz mon Amour. Helena Geitel 2015 |
Als meine Tochter 2013 einen Studienplatz in Leipzig bekam, zog sie in das zentrumsnahe Stadtteil Reudnitz. Reudnitz hat nicht den besten Ruf, aber irgendwas faszinierte mich dort von Anfang an. Einerseits war es die melancholische, graue Stimmung, anderseits die Lebendigkeit an der Haltestelle Koehlerstraße und um den großen Supermarkt herum. Kurze Wege, alles Wesentliche ist da, viele Spuren des Lebens.
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| Reudnitz mon amour. Detail. Helena Geitel 2015 |
Als ich von der Ausschreibung AugenBlicke 2015 von der Patchworkgilde anläßlich 100 Jahre Leipzig erfuhr, wusste ich sofort, dass ich einen AugenBlick in Reudnitz festhalten will, den düsteren Charme, das viele Grüne, den Blick vom Täubchenweg auf den Uniturm, die Hundewiese im Lene-Voigt-Park. 2015 stehen Kräne in den Baulücken zwischen Dresdner Straße und Täubchenweg, neue Reihenhäuser entstehen. Das Gesicht von Reudnitz ändert sich langsam.
So entstand im Frühjahr meine textile Liebeserklärung an 04317 Leipzig – Reudnitz mon Amour. Reudnitz erinnert mich irgendwie an meine erste eigene Wohnlage in Helsinki vor 30 Jahren. Hinter der rauen Fassade gibt es einen herzlichen Kern. Die Fotos wurden aufgenommen, als der Quilt noch nicht ganz fertig war. Danach kamen noch kleine Änderungen. Ich war sehr glücklich, als ich im Juni erfuhr, dass mein Quilt zu der Ausstellung angenommen wurde. Somit kann ich diesen Augenblick mit euch teilen.
Die Ausstellung AugenBlicke zu 1000 Jahre Leipzig
ist am kommenden Wochenende 2.-4.10.2015 zu sehen,
Vielleicht treffen wir uns am Samstag oder Sonntag dort?
Diese Ausstellung wird übrigens im April 2016 auch auf PPM Prag gezeigt.
P.S.
Als ich im Mai mit dem Quilt fast fertig war, entdeckte ich noch in dem Blog DDR - dunkel,dreckig, reudnitz diesen Kurz-Film Reudnitz Beauty
Ich war hin und weg. Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters ;-)