Montag, 30. November 2009

Advent, Advent


Es ist wieder soweit, das Jahr ist praktisch rum.
Wie schnell die Zeit vergeht - das macht nachdenklich.

Donnerstag, 26. November 2009

Wolle Färben - Neue Ernte

Herbstzauber

Am Freitag habe ich mit Suzane Wolle gefärbt. Sie kennt viele tolle Methoden, wie man Wolle färbt und hat selbst die Schlafschäfchen-Färbung, eine Kaltfärbung für Wolle entwickelt. Diesmal haben wir aber heiß gefärbt.
Zarte Farbtöne sind auch möglich

Wir haben mit EMO Füssige Textilfarbe gearbeitet. Sie hat den Vorteil gegenüber Farben in Pulverform, dass sie leicht zu dosieren sowie einfach und sparsam in der Handhabung ist. Gerade für jemanden, der mal etwas Wolle selbst Färben möchte ist sie ideal. Natürlich gehen auch größere Mengen. Aber man muss nicht viel Platz haben oder große Zusatzanschaffungen tätigen - die meisten Hilfsmittel findet man im Haushalt.
Getigerte Socken

Eine gute Wollequalität ist beim Färben wichtig - Suzane bietet ausgesuchte und zum Färben geeignete Garne in ihrem Shop an. Es wäre falsch an der Wolle zu sparen, man ärgert sich nachher, wenn die Farbe zwar schön ist, aber die Wolle nichts taugt.
Sock Blanc mit Zufallsfärbung
Die Ergebnisse sprechen für sich. Zu Hause habe ich dann einfach weiter gemacht, weil ich so begeistert war. Bisher habe ich mehr Stoffe (Baumwolle, Leinen, Seide etc.) gefärbt, aber Wolle Färben ist wirklich faszinierend!
Gerade jetzt im Winter macht es Spass, die eigenen Farbkompositionen auf Wolle zu bringen und etwas Einmaliges zu stricken.

Ich glaube, ich würde meinen Weihnachtsbaum dieses Jahr am liebsten mit Wolleknäueln schmücken und sie frisch vom Baum abstricken. Das wäre doch praktisch? Hier habe ich schon mal mit dem Olivenbäumchen geübt.

33333


Wer ist der 33333. Besucher bei mir?

Melde dich bitte per Kommentar, wenn du diese Zahl beim öffnen meines Blogs im Besucherzähler (rechter Balken, weiter unten) entdeckst. Es wartet eine kleine Überraschung auf dich.

33333 hat sich nicht gemeldet :-(

Bis 44444 dauert es noch eine Weile.

Sonntag, 22. November 2009

Mission Impossible?

Gestern früh konnte ich nicht schlafen und ich habe angefangen, meine Perlen und anderen Kleinkram in kleine Fächer zu sortieren. Bisher hatte ich sie bevorzugt offen in großen Schalen und Tellern aufbewahrt. Mich inspiriert es, wenn ich die gemischte Auswahl sehe und die passenden Teilchen einfach aus der Menge heraus fischen kann. Mal sehen, wie ich mit den vielen Schubladen zurecht komme. Wahrscheinlich muss ich alles beschriften - wie soll ich sonst wissen in welchem von den 4 x 36 Fächern meine schönste Perle sich gerade befindet? Ich habe nach Farbe, Material, Anwendung und Gefühl sortiert... Zugegeben, es sind auch einige Fächer dabei, in die ich den Rest einfach so gekippt habe, als ich keine Lust mehr zum Sortieren hatte.

Ob meine wilden Perlen sich in dieser anonymen Behausung wohl fühlen werden? Es sieht doch aus wie eine trostlose Plattenbausiedlung. Wie macht ihr das bloß mit euren Materialsammlungen? Katrin fragte mich mal, wie ich mein Kreativmaterial aufbewahre. Ich habe Wochen überlegt, was ich ihr antworten sollte. Dann wußte ich es: das Material bewahrt mich auf.

Mittwoch, 18. November 2009

Museumsquilter - Frühstart in die Weihnachtsfeiersaison

Wie in den vergangenen Jahren wollten wir Museumsquilter einen Ausflug vor Weihnachten machen. Wir sind von Gera nach Jena mit Hopper-Tickets gefahren und hatten viel Spaß schon im Zug. So früh wie dieses Mal waren wir allerdings noch nie unterwegs. Es hing aber damit zusammen, dass die Kandinsky-Ausstellung, die wir besuchen wollten, bald endet. Dort durfte man nicht fotografieren. Vor dem Rundgang haben wir in dem reich verzierten Cafe Philisterium eine Tasse Kaffee getrunken. Es soll das best versteckte Cafe in Jena sein - wir haben es gefunden.
Nach der Führung - leider war sie so ausführlich, dass wir gar keine Zeit für die sich im Hause ebenfalls befindenden Weihnachtsausstellung mehr hatten, ging es wieder zurück Richtung Bahnhof. Katrin hatte eine feine Adresse für das Abendessen ausgesucht, die Eisenschmidt's Klinkerstuben direkt am Westbahnhof, nach dem köstlichen Essen brauchten wir nur über die Straße zu gehen und in die Bahn einzusteigen.
Wir saßen in der gemütlichen Oma-Stube und haben die Aktivitäten fürs nächste Jahr besprochen. Der Höhepunkt war natürlich das Wichteln mit Würfel- und Fragesppiel. Diesmal mit der Vorgabe, dass das selbstgemachte Wichtelgeschenk rund, nicht größer als eine CD und flach sein muss. Es war spannend zu sehen, wieviele verschiedene Interpretationen es gab. Hier einige davon:

Sonntag, 15. November 2009

Entfärben mit Ina

Gestern war ich zum Entfärbekurs von
Ina Hantschmann bei Andrea Zimmer in Meineweh.


Der Raum wandelte sich in einigen Minuten in ein wunderbares Chaos. In der kreativen Athmosphäre haben wir wieder unzählige neue Ideen bekommen, wie wir selbst gefärbte und handelsübliche Stoffe durch gezieltes Entfärben manipulieren können.
Inas wundervollen Künstler-Quilts hingen im Raum als Inspiration, ihre Werke sind einzigartig.
Ein Teil meiner Arbeitsproben, die auf eine baldige Weiterverarbeitung warten

Mehr vom Kurs bei Anke und Elke.

Mittwoch, 11. November 2009

Glückspilze



Anke hatte mir mal erzählt, dass sie Fliegenpilze mag. Ich wußte, dass ich noch irgendwo einen roten weiß gepunkteten Stoffrest habe, und hatte eine Idee. Etwas später habe ich diese Anleitung zufällig entdeckt und mußte es sofort probieren. Schnell war ein Körbchen (aus Papierstreifen geflochten) voll.

Diese Glückspilze sind garantiert ungiftig, sie machen glücklich schon beim Nähen - und zum 2 mal beim Verschenken. Es sind auch ein paar finnische und westfälische Pilzsorten dabei ;-)Auch Bärbel findet die Pilze gut. Für mich bedeutet es Luxus, mal etwas völlig Sinnloses zu nähen. Diese Pilze braucht kein Mensch, sie erfüllen keinen Zweck - sie sind einfach schön und kitschig.

And last but not least: hier die etwas seltenere festliche Variante amanita muscaria var. festivus, nicht zu verwechseln mit der häufiger vorkommenden amanita muscaria var. muscaria Merkmale:

- Hut bis 8 cm Durchmesser, leuchtend rot mit goldenen Tupfen
- Lamellen golden weich
- Stiel bis 10 cm, weich, weist in der oberen Hälfte einen empfindlichen, spitzenartigen Ring mit gezähneltem Rand auf
- Vorkommen unter Tannen und Fichten, seltener unter anderen Bäumen, in den letzten Wochen vor Weihnachten und bis Anfang Januar.

VORSICHT: Jeglicher Kontakt mit diesen Pilzen kann süchtig machen.
Da hilft nur der Griff in die rote Restekiste.