Donnerstag, 31. Januar 2013

Wer bin ich?

Nein, keine Identitätskrise. Meine Heilpraktikerin, sie ist halb Finnin halb Deutsche, fragte mich letztens, ob auch ich manchmal nicht wüßte, wozu ich gehöre. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht.
Natürlich bin ich Finnin und noch genauer eine Karelierin. Die Definition ist mir wichtig - auch in Finnland gibt es verschiedene Völker in verschiedenen Gegenden. Aber nach Finnland habe ich keinen Heimweh. Klar reise ich gern dorthin, aber nach 25 Jahren fühle ich mich auch als Thüringer. 

Egal aus welcher Himmelsrichtung kommend mache ich Freudensprünge an der Thüringer Landesgrenze. Das gute Gefühl, wieder zu Hause zu sein, ist da. In Weida angekommen sehe ich dann den Turm der Osterburg und frage mich immer gedanklich "wo ist es am schönsten?" und bin zufrieden, gerade hier zuhause zu sein.  

Neuerdings haben wir ein Internetradio. Manchmal höre ich finnische Tangos und schwelge in Melancholie - ein durchaus typisch finnischer Seelenzustand.

Unabhängig von der geographischen Lage waren meine Handarbeiten schon immer ein wichtiger Bestandteil meiner Identität. Die Identität ist überhaupt wie eine bunte Patchworkdecke, ein reiner Wholecloth ist auch da recht selten. Die Harmonie besteht aus verschiedenen Flicken in unterschiedlichen Anteilen. Und die gequilteten Stepplinien halten alles fest zusammen.

In Finnland wird übrigens 2013 das Jahr der Handarbeit gefeiert, es gibt viel Interessantes und sogar einen Kurzfilmwettbewerb dazu. Was wiederum ein Grund wäre, doch etwas Heimweh nach Finnland zu haben.

Montag, 28. Januar 2013

Gelesen und gestrickt

Heute war es endlich möglich, ein paar Fotos zu machen, es war hell als ich nach Hause kam.

Mein Nähzimmer wird gemalert. In den letzten Wochen habe ich es mühsam leergeräumt, was nicht gerade einfach war. Jede Ecke war vollgestopft. Zum Glück fand ich die Anzeige einer jungen Frau, die Stoffe, alle möglichen Handarbeitszutaten und -Zeitschriften gebrauchen kann. Sie hat mich von jeder Menge Material befreit. Zum Wegwerfen wäre es mir zu schade gewesen, jetzt freue ich mich dass jemand vielleicht noch etwas damit anfangen kann. Und es ist immer noch mehr als genug für mich da.

Guerilla-Stricken am Terrassenofen? Nein, es ist nur mein neuer Loop...

Während der Räumungs-Aktion habe ich gestrickt und gelesen. Es sind einige Paare Socken aus selbst gefärbter Wolle fertig geworden und ein Loop aus türkisen Garnresten.

Es sind in der Wirklichkeit noch mehr Socken, ein Teil ist bereits verschenkt worden.

Einmal mußte ich doch die Nähmaschine kurz wieder rausholen und das Täschchen 2x nachnähen, die wir zum letzten Patchworktreffen gemacht haben. 


Ich lese gern finnische Bücher, Weihnachten habe ich das neue Buch von Raija Oranen, Kuninkaiden Tiet (" Die Wege der Könige ") bekommen und sofort gelesen. Oder besser verschlungen, so spannend hat sie das Leben von Gustav Mauritz Armfelt beschrieben. Der Finne Gustav Mauritz Armfelt hat zuerst dem König von Schweden, Gustav III, und später dem Zar Alexander I gedient und er war kreuz und quer in Europa unterwegs. Auch hier bei uns in der Nähe: Der Charmeur hatte unter anderem eine Liason mit Dorothea von Kurland - und mit Ihrer Tochter Wilhelmine  - ihr Schloß Löbichau ist nicht weit weg von hier.

Raija Oranen veröffentlicht fast jährlich einen Bestseller, oft geht es um Geschichte Finnlands, oft auch um die aktuelle Zeit. Immer gründlich recherchiert, fesselnd und spannend. Ihre Bücher enttäuschen nie und sie hat eine Gabe, trockene Themen lebendig zu machen. Ich freue mich immer auf ein Buch von ihr. 


Aus Finnland kommt auch das Buch "Luonas en ollutkaan" von Leena Lehtolainen, Ich war nie bei dir das ich im Laufe des Januars langsam gelesen habe. Es ist sehr vielschichtig und spannend. Es geht um ein Ehepaar, beide schreiben Tagebücher und machen sich gegenseitig was vor. Er wird depressiv und verschwindet plötzlich. 

Zur Zeit habe ich "Mordsquilt" von Manfred. H. Krämer in der Mache. ich weiß noch nicht so richtig, ob ich dabei lachen oder weinen soll. Stellenweise ist es jedenfalls lustig. Ich versuche immer wieder, Bücher zu lesen, die Patchwork-Frauen beschreiben, leider meistens gefallen sie mir dann doch nicht.

Ich hoffe, dass die Renovierung ganz schnell fertig ist und dass ich bald wieder nähen kann. Sonst werde ich noch zum Elch.

Dienstag, 15. Januar 2013

Winter-Besuch im Garten

Diese Besucher haben heute ihre Mittagspause seelenruhig in unserem Garten verbracht.




Auch wenn sie viel Schaden machen, sind sie doch schön anzusehen. Wer hat schon einen eigenen Tiergarten?
Fotos U.Geitel




Mittwoch, 9. Januar 2013

Das neue Jahr

hat angefangen.
 
Nur Bärbel darf ihre weihnachtliche Decke noch etwas behalten, der schöne Baum ist schon rausgeflogen. Apropos Baum, aus Michendorf bekam ich gleich 3 Weihnachtsbäume. Danke Karin, Kerstin und Anke!
 

 Das Januar-Treffen unserer Patchworkgruppe war ein Erfolg. Mit 10 Nähmaschinen haben wir unter Margot's Anleitung kleine Taschen genäht und dabei unseren Raum auf Nähmaschinentauglichkeit und Funktionalität geprüft. Der Test ist bestanden und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ab jetzt werden wir die Maschinen öfter mitnehmen.
 
 Eine wunderschöne Tasche habe ich Weihnachten von Anke bekommen. Neben dem Strickzeug wohnt meine Festivalzicke drin. Ich bin total enzickt, hmm ich meine natürlich entzückt.
 Kerstin hatte zum runden Geburtstag Crazy Rosen gewünscht, einige Blüten kommen noch per Post dazu.
  Bewundert haben wir 2 neue Bargello-Quilts, Sylvia und Gudrun hatten ihre mitgebracht. Angefangen haben sie sie in unserem  Kurs bei Andrea Zimmer.


Für Februartreffen planen wir wieder eine Herzkissenaktion.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Weihnachtsgrüße

Ich wünsche euch allen ruhige Weihnachtstage 
und 
einen guten Start ins neue Jahr 2013

 
Unser Baum ist wieder eine einfache Fichte aus dem Garten - 
jeder Baum hat es verdient, mal ein Weihnachtsbaum zu werden.





Dienstag, 13. November 2012

Wahlsdorf im November


Die Zick-Zack-Zicken verweilten am Wochenende in der Kreativbude Wahlsdorf. Die Nähmaschinen schnurrten, die Nadeln klapperten und wir waren recht produktiv. Ich hatte mir vorgenommen, ein Quilttop in grün-gelb-grau zu nähen. Das Ziel habe ich erreicht. Aus den Resten wurden noch ein Babyquilttop und ein (Schuh-)Beutel fertig, danke Meg fürs Erklären.


Mit Anke haben wir im August beschlossen, uns bis November textile Armbänder zu machen. Hier sind sie:
Das asymmetrische Apfelarmband von Anke finde ich genial. 
Meine drei Bänder, zwei gestrickte und eins aus Leinenresten. 
Wir wollen weiter bei dem Thema bleiben und monatlich ein neues Armband kreiern.
Danke allen Zicken und Familie Walter für das schöne Treffen und für die vielen Ideen.

Sonntag, 11. November 2012

Schnee von Gestern

Andrea Zimmer hatte wunderschöne Läufer in Herbstfarben aus 12 japanischen Falt-Sternen genäht (Materialpackung), so etwas wollte ich auch gern, aber aus Weihnachtsstoffen. Andrea hatte welche aus der Marcus Fabrics Spirit of Christmas The Old Sturbridge Village Collection, die mir super gefielen. Dazu habe ich noch einen Stoff passend in Dunkel-Rot (Mischung aus Karmin 22, Orange 20 und etwas Schwarz 80) mit EMO Flüssige Textilfarbe  selbst gefärbt. Ich kombiniere gern selbstgefärbte Stoffe mit Patchworkstoffen, das belebt das Ergebnis irgendwie. Begeistert ging ich ans Werk. Meine roten Hexagons außen haben eine Kantenlänge von 75mm, die bunten innen 50mm

Die Sterne sind eigentlich ganz simpel zu machen - wenn man sehr genau nähen kann. Meine Sterne sahen eher Mitleid erweckend aus. So einen liederlichen Weihnachtsläufer konnte ich mir mit bestem Willen nicht auf dem Tisch vorstellen. Ich habe dann einfach noch 4 unförmige Sterne mehr genäht und habe sie zu einer kleinen winterlichen Handsrbeitstasche zusammengefügt. Hier stört mich die Ungenauigkeit der Sterne komischerweise überhaupt nicht.

Wie die Hexagons zusammengesetzt werden findet ihr hier.

  Aus den Webkanten entstand dann noch ein herzförmiger Mug Rug

Nun habe ich keinen Läufer, dafür einen Mug Rug und ein Täschchen. Lieseln und Patchwork aus Hexagons ist wieder groß in Mode. Meine Ewigkeitsbaustelle, Grandmother's Flower Garden, bzw. die sich gerade in Arbeit befindenden Blöcke passen gut in die Tasche rein und können überall hin mitgenommen werden. Vielleicht wird dieser Quilt auch irgendwann fertig...