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Sonntag, 18. Juli 2010

Selbstgefärbte Socken

Ich habe aus mit EMO flüssige Textilfarbe gefärbte Wolle ein paar Kleinigkeiten gestrickt. Ich find Stricken im Sommer gerade schön. Ich habe mein Strickzeug immer dabei.

Während der Fußballspiele habe ich diese Handschuhe gestrickt. Die Farbzusammenstellung erinnert mich an den finnischen Herbstwald und -moor. Diese Färbung stammt aus dem Färbe-Workshop @ tab in Juni - wer dabei war, weiß vielleicht noch, dass diese Farbzusammenstellung ein totaler Zufall war. Gerade diese zufälligen und überraschenden Kombinationen gefallen mir gut. Ich will gar nicht vorher wissen, was es wird. Ich hatte mir nicht mal bei meiner Schwangerschaft das Geschlecht des Babys vorher sagen lassen. Meine Socken haben die Besonderheit, dass sie gar keine Besonderheiten haben. Außer vielleicht die Farbe. Die Ferse ist immer die altmodische, ich habe die Bumerangferse immer noch nicht kapiert und will es auch nicht mehr lernen. Ich will einfach stricken, ohne in die Anleitung schauen zu müssen und da hat sich die klassische Socke bewährt.

Ich habe im Auto ein Geheimfach, in dem ich Strickzeug aufbewahre. So bin ich auf alle eventuell auftretenden Wartezeiten gewappnet. Und irgendwann ist ein neues Sockenpaar fertig.Elke zeigt gerade auch etwas Gestricktes in ihrem Blog. Diese Wolle hier hat Katrin gefärbt und in einem aufwändigen Spitzenmuster gestrickt. Herrliche Farbe, wie eine Heidelandschaft!
Foto Katrin

Mittwoch, 6. Januar 2010

Nordische Kombination


Eine Freundin von mir hatte kurz vor Weihnachten einen überraschenden Trauerfall. Diese Socken sind für sie. Die Wolle ist handgefärbt mit EMO flüssige Textilfarbe. Ich habe etwas probiert, um die Passform zu verbessern: in der Mitte des Fußes sind 15 Reihen 2 re 2 li gestrickt. Das hatte ich mal bei Sportsocken so ähnlich gesehen und es scheint auch bei den Selbstgestrickten zu funktionieren. Sonst bin ich gar nicht für neue Sockenstrick-Ideen zu haben, und stricke eisern meine jahrzehntelang bewährten Basics immer wieder. Es hat den Vorteil, dass man nie etwas nachschauen muss und eine Socke fast von selbst entsteht. Das macht das Stricken so entspannend für mich.

Vorgestern im Arztwartezimmer warf eine Patientin einen Blick auf mein Strickzeug "Ach, Sie stricken noch die altmodische Ferse. Die Neue geht viel besser und schneller. Lassen Sie mich es mal zeigen." Mein Widerstand, dass ich mit der alten Version völlig zufrieden bin, und bis jetzt nicht kapiert habe, wie man eine Bumerangferse ohne Löcher strickt, war zwecklos. Und ich habe es wieder nicht verstanden...
In der Weihnachtszeit habe ich 5 Paar Socken und ein Paar Fäustlinge gestrickt - und alle gleich warm von den Nadeln verschenkt, ohne sie vorher zu fotografieren. Für mich bedeutet Nordische Kombination "Stricken + Skispringen", zum Glück ist die Vierschanzentournee gestern zu Ende gegangen, damit ich auch wieder zu etwas Anderem komme. Mindestens so lange, bis die Olympischen Spiele beginnen ;-). Es lebe der Wintersport mit dem Nadelspiel auf dem Sofa.

Freitag, 4. Dezember 2009

Tageslicht?

Es ist gar nicht so einfach, den hellsten Augenblick des Tages abzupassen. Oft ging die Sonne schon unter, bevor ich überhaupt zum Fotografieren kam. Deshalb habe ich heute alles, was in der letzten Zeit neben den unkreativen Tätigkeiten fertig geworden ist, beim Tageslicht fotografiert.

Es sind 2 Paar Socken aus handgefärbter Wolle - große und kleine. Ein Paar kleine Socken werde ich aus dem Rest noch rauskriegen.

Ein Hochzeitsalbum für Freunde, die schon im Mai geheiratet haben... Um das Foto habe ich Borten mit Perlen bestickt, Stoff Zweigart.

Und ein Halswärmer, der zuerst etwas ganz anderes werden sollte. Er ist schön weich und warm, ebenfalls aus handgefärbter Wolle. Ihn habe ich als eine Art Mogel-Moebius gestrickt: den Mittelteil immer rechts und immer als es mir langweilig wurde, habe ich eine Reihe Löcher gestrickt. Die Kanten habe ich gleich mit den Sticknadeln versetzt zusammen gestrickt und hatte so mein Moebius. Dann habe ich eine Rüsche an den Rand gestrickt. Durch die Maschenzunahme wurden die letzten Reihen so lang, dass ich fast 2 Stunden an einer Reihe gestrickt habe. Den behalte ich selbst!

Ein paar Sachen habe ich schon verschenkt, z.B. eine Ansteckblume und einen Babyquilt (hier noch in Arbeit), von denen habe ich leider keine Fotos. Dafür gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang. Bald ist es ja wieder so weit.
Schönen 2. Advent!