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Donnerstag, 6. April 2017

Lebenszeichen und Strümpfe

Grüße aus Prag
Die schöne Pragreise mit der Patchworkgruppe ist vorbei, wir haben am Wochenende PPM besucht. Diesmal war ich mit der Ausstellung schnell fertig und habe stattdessen den Frühling und das großstädtische Flair genossen.
Bei Gudrun Heinz findet ihr viele Bilder von PPM 2017

Jetzt hatte ich 3 Tage frei, und will mein Blogproblem endlich lösen. Ich habe seit  Ende August nicht mehr posten können, was ihr vielleicht auch schon gemerkt habt.

Es fing mit meinem neuen Telefon an, auf einmal konnte ich meine Bilder nicht mehr in die Blogposts einfügen. Auf dem Computer drehten sie sich wie sie wollten, ließen sich nicht bearbeiten und irgendwann hatte ich keine Lust mehr. Jetzt will ich es noch einmal versuchen.

Mühsam habe ich die Fotos per Dropbox übertragen. Auch das klappt nicht reibungslos. Aber ich kann wenigstens einige Bilder hochladen.

Es gäbe viel mehr zu berichten, alles ist aber nicht nachzuholen. Ich möchte mindestens zeigen, dass ich strickend überwintert habe.

Mit diesen Herbst-Strümpfen fing alles an (Anleitung Niina Laitinen)

Und dann war ich nicht mehr zu bremsen, die Strickmuster zogen mich in ihren Bann.
Die blau-weißen Strümpfe heißen Finlandia, Anleitung Niina Laitinen
anläßlich 100 J. Finnland  2017
Die anderen Strümpfe sind meine eigenen Längsstreifen-Experimente
Meine Variation von Anelmaiset-Strümpfe, inspiriert durch das Fell vom Hund meiner Tochter


Meine Ostergrüße kommen diesmal auch in Form von Socken

Modell Olga, eine ideale Handarbeit für unterwegs. 

So, ich hoffe ich habe es mit den Fotos wieder in Griff bekommen. Bis bald!




Dienstag, 13. Oktober 2015

On the Go



Ich wußte gar nicht, dass so ein Häkeltäschchen, wie meine Oma es in verschiedenen Ausführungen hatte, jetzt Crochet on the go-bag heißt. 
Meine Oma Ester, portraitiert 1977 von Anja Nyman, leider ohne Täschchen

Meine eigene Tasche habe ich frei nach Erinnerung an Omas Täschchen genäht, die moderne Version der Tasche in der o.g.  Anleitung hat noch eine große Außentasche. Der Oma war, und auch mir ist wichtig, dass das Garn gut aus der Tasche gleiten kann. Deshalb ist die Innenseite synthetisch, z.B. aus Futterseide. Diese Tasche kann man praktischerweise über die Armlehne oder um den Unterarm hängen und damit von Raum zu Raum mit dem Strick-/Häkelzeug wandern. Ich selbst neige trotzdem noch dazu, angefangene Socken in allen Zimmern zu deponieren, damit ich überall stricken kann.
Schon länger wollte ich über ein wunderbares Buch über ostfinnische Stricktradition berichten. Kam aber nicht dazu, bis der Begriff "on the go " mich wieder daran erinnerte. 
 
In dem Buch Sukupolvien silmukat ( "Maschen der Generationen" ) von Pia Ketola, Eija Bukowski, Leena Kokko, Anne Bäcklund und Sari Suuronen, Verlag Maahenki 2014, geht es um Fäustlinge, Handschuhe und Strümpfe, deren Ursprung in dem Krieg verlorenen Karelien liegt. Die Modelle sind nach Museumsfunden nachgearbeitet und die Anleitungen auf moderne Garne umgeschrieben. Sie stammen aus der Zeit von ca. 1700-1940. 
Die Blauen sind aus Kivennapa, Geburtsort meiner Mutter

Aber warum die Überschrift "on the go"? In dem Buch hat mir die Information sehr angetan, dass früher eine gute Hausfrau beim Laufen stricken können sollte. Praktisch also auf dem Weg zum Melken, auf der Weide, in der Zeit als der Bauer seine Sense geschärft hat und so weiter. Jede freie Minute wurde so zur Strickzeit. Schon 10jährige Kinder konnten komplizierte Muster stricken. Einerseits war es ein Zusatzeinkommen, die Strümpfe und Fäustlinge wurden auf dem Markt verkauft, anderseits gab es viele Traditionen um die Eheschliessung und Aussteuer.

Meine Familie stammt aus Karelien, vielleicht steckt das allgegenwärtige Stricken einfach in unseren Genen? Ich werde mir ein Paar Handschuhe aus dem Buch stricken, die Tradition verpflichtet. On the go.

Dienstag, 7. Januar 2014

Januar - der unkreativste Monat?

 Kreativität im Januar - eine zarte Knospe oder eine verblühte Rose? 
Der Januar ist traditionell mein unkreativster Monat. Auch jemand, der praktisch immer Ideen hat, braucht mal eine Pause, und für mich ist der Januar dafür da. Es gab Jahre, in denen ich im Januar keinen einzigen Stich genäht und keine Masche angeschlagen habe.

Pause nötig
Dagegen bin ich 2014 fast hyperproduktiv in den Jänner gesprungen, mit den finnischen Handschuhen. Ich habe inzwischen schon 3 1/3 Fäustlinge fertig. Wirklich kreativ ist es natürlich nicht, aber das Übertragen des Musters vom Strickschrift beruhigt mich irgendwie. Andere machen vielleicht Yoga oder murmeln leise Mantras. 

Da noch viel Nalle-Wolle übrig war, habe ich die Fäustlinge noch mal angeschlagen, die Farben diesmal umgekehrt. Ich versuche sie extra straff zu stricken. Was auf dem Foto nicht zu sehen ist, die neuen Handschuhe sind mindestens 2,5 Nr. kleiner als die ersten. Die ideale Größe wäre irgendwas dazwischen, aber für ein drittes Paar reicht die Wolle nicht. Auftrennen kommt nicht in Frage.
Schwanger mit Ideen?
Mit Elke, Katrin und Gudrun arbeite ich an einem Projekt, in dem ein Gemälde textil interprätiert werden soll. Es ist noch Zeit bis Ende März da, die brauche ich auch. Ich schaue mir das Bild oft an und habe schon ein paar Ideen. Ich warte außerdem immer noch drauf, dass meine Nähmaschine aus dem Winterurlaub aus der Werkstatt wieder kommt. Dann fange ich einfach an und sehe wohin die Reise geht.
Der Weg zum kleinen Schloss

Mein guter Vorsatz für 2014:
Ich will das Egoistische Nähen voran treiben und möglichst jeden Monat etwas für mich selbst machen. Das erste Täschchen aus Beauville-Satin ist ist schon zugeschnitten. Weitere passende Täschchen sollen folgen.

Quiltmuster-Idee?
Ausflugstipp in Thüringen: 
Die Fotos  (außer Fäustlingsbild) entstanden am Sonntag nachmittag auf dem Schloß Tonndorf. Dort kann man jeden 1. Sonntag des Monats das Schloßgelände besichtigen. 

Mittwoch, 1. Januar 2014

Fäustlinge & Pullover aus finnischer Wolle


 Ich habe Fäustlinge aus finnischer Wolle "Nalle", Anleitung angefangen. Sie scheinen riesig zu werden. Dank Vierschanzentournee bekomme ich sie bestimmt bald fertig.


Diese Wolle wird seit 1963 produziert und sie strickt sich genauso schlecht wie ich es in der Erinnerung aus der Grundschulzeit hatte. Besonders dunkle Farbtöne lassen sich schlecht stricken. Meine Pflichtarbeiten mit Nalle im Handarbeitsunterricht (Halswärmer in Dunkelgrün; Klasse 3, Fäustlinge Dunkelgrün,Klasse 4; Socken Grün-Beige Klasse 5) hatten wahrlich keinen Spaß gemacht. Komischerweise schwören alle in Finnland auf diese Qualität. Sie ist sehr haltbar, aber hat keinen richtig angenehmen Griff, finde ich. Ich wollte mich mit Nalle (übersetzt "Bärchen") versöhnen und habe ihm noch eine Chance gegeben. Ein Bärendienst?

Dieser Pullover war ein Langzeitprojekt. Im August 1988 habe ich die Wolle (novita) aus Finnland mit in die DDR umgezogen. Im vergangenen Sommer, 25 Jahre später, habe ich die gut abgelagerten Stränge zu Knäueln gewickelt und im Herbst aus Rebecca Nr.55 2013 einen Pullover angefangen. Er ist etwas groß/voluminös geworden und die Ärmel etwas kurz geraten, aber ich mag ihn so. Nur nach der ersten Wäsche erschien er mir noch größer... Ich hätte ihn vielleicht in M statt XL stricken sollen?
In der letzten Zeit habe ich wieder öfter Röcke getragen und ich hätte noch einen zum Pullover passenden karierten Wollestoff in peto... Inzwischen dachte ich , ich hätte ihn verschenkt, aber er ist zum Glück noch da. Er liegt ungefähr so lange wie die Wolle - es wäre doch Zeit, wieder zu versuchen, mal einen Rock selbst zu nähen? Zum Wiedereinstieg in Klamottennähen habe ich mir dieses Buch gekauft. Ein Proberock ist zugeschnitten, jetzt fehlt nur noch die Nähmaschine.

Montag, 28. Januar 2013

Gelesen und gestrickt

Heute war es endlich möglich, ein paar Fotos zu machen, es war hell als ich nach Hause kam.

Mein Nähzimmer wird gemalert. In den letzten Wochen habe ich es mühsam leergeräumt, was nicht gerade einfach war. Jede Ecke war vollgestopft. Zum Glück fand ich die Anzeige einer jungen Frau, die Stoffe, alle möglichen Handarbeitszutaten und -Zeitschriften gebrauchen kann. Sie hat mich von jeder Menge Material befreit. Zum Wegwerfen wäre es mir zu schade gewesen, jetzt freue ich mich dass jemand vielleicht noch etwas damit anfangen kann. Und es ist immer noch mehr als genug für mich da.

Guerilla-Stricken am Terrassenofen? Nein, es ist nur mein neuer Loop...

Während der Räumungs-Aktion habe ich gestrickt und gelesen. Es sind einige Paare Socken aus selbst gefärbter Wolle fertig geworden und ein Loop aus türkisen Garnresten.

Es sind in der Wirklichkeit noch mehr Socken, ein Teil ist bereits verschenkt worden.

Einmal mußte ich doch die Nähmaschine kurz wieder rausholen und das Täschchen 2x nachnähen, die wir zum letzten Patchworktreffen gemacht haben. 


Ich lese gern finnische Bücher, Weihnachten habe ich das neue Buch von Raija Oranen, Kuninkaiden Tiet (" Die Wege der Könige ") bekommen und sofort gelesen. Oder besser verschlungen, so spannend hat sie das Leben von Gustav Mauritz Armfelt beschrieben. Der Finne Gustav Mauritz Armfelt hat zuerst dem König von Schweden, Gustav III, und später dem Zar Alexander I gedient und er war kreuz und quer in Europa unterwegs. Auch hier bei uns in der Nähe: Der Charmeur hatte unter anderem eine Liason mit Dorothea von Kurland - und mit Ihrer Tochter Wilhelmine  - ihr Schloß Löbichau ist nicht weit weg von hier.

Raija Oranen veröffentlicht fast jährlich einen Bestseller, oft geht es um Geschichte Finnlands, oft auch um die aktuelle Zeit. Immer gründlich recherchiert, fesselnd und spannend. Ihre Bücher enttäuschen nie und sie hat eine Gabe, trockene Themen lebendig zu machen. Ich freue mich immer auf ein Buch von ihr. 


Aus Finnland kommt auch das Buch "Luonas en ollutkaan" von Leena Lehtolainen, Ich war nie bei dir das ich im Laufe des Januars langsam gelesen habe. Es ist sehr vielschichtig und spannend. Es geht um ein Ehepaar, beide schreiben Tagebücher und machen sich gegenseitig was vor. Er wird depressiv und verschwindet plötzlich. 

Zur Zeit habe ich "Mordsquilt" von Manfred. H. Krämer in der Mache. ich weiß noch nicht so richtig, ob ich dabei lachen oder weinen soll. Stellenweise ist es jedenfalls lustig. Ich versuche immer wieder, Bücher zu lesen, die Patchwork-Frauen beschreiben, leider meistens gefallen sie mir dann doch nicht.

Ich hoffe, dass die Renovierung ganz schnell fertig ist und dass ich bald wieder nähen kann. Sonst werde ich noch zum Elch.

Dienstag, 16. November 2010

Hals-Schulter-Wärmer oder Miniponcho?

Fast hätte ich vergessen, über dieses Reste-Projekt zu berichten.

Ich habe 32 ganze und 2 halbe Quadrate aus gefärbten Wollresten gestrickt und sie zu einem Quadrat zusammengefügt, außen einen Rand und in die Mitte einen Rollkragen angestrickt.

Dann habe ich den Halswärmer verschenkt, und habe leider kein Foto von dem fertigen Teil gemacht.

Sonntag, 18. Juli 2010

Selbstgefärbte Socken

Ich habe aus mit EMO flüssige Textilfarbe gefärbte Wolle ein paar Kleinigkeiten gestrickt. Ich find Stricken im Sommer gerade schön. Ich habe mein Strickzeug immer dabei.

Während der Fußballspiele habe ich diese Handschuhe gestrickt. Die Farbzusammenstellung erinnert mich an den finnischen Herbstwald und -moor. Diese Färbung stammt aus dem Färbe-Workshop @ tab in Juni - wer dabei war, weiß vielleicht noch, dass diese Farbzusammenstellung ein totaler Zufall war. Gerade diese zufälligen und überraschenden Kombinationen gefallen mir gut. Ich will gar nicht vorher wissen, was es wird. Ich hatte mir nicht mal bei meiner Schwangerschaft das Geschlecht des Babys vorher sagen lassen. Meine Socken haben die Besonderheit, dass sie gar keine Besonderheiten haben. Außer vielleicht die Farbe. Die Ferse ist immer die altmodische, ich habe die Bumerangferse immer noch nicht kapiert und will es auch nicht mehr lernen. Ich will einfach stricken, ohne in die Anleitung schauen zu müssen und da hat sich die klassische Socke bewährt.

Ich habe im Auto ein Geheimfach, in dem ich Strickzeug aufbewahre. So bin ich auf alle eventuell auftretenden Wartezeiten gewappnet. Und irgendwann ist ein neues Sockenpaar fertig.Elke zeigt gerade auch etwas Gestricktes in ihrem Blog. Diese Wolle hier hat Katrin gefärbt und in einem aufwändigen Spitzenmuster gestrickt. Herrliche Farbe, wie eine Heidelandschaft!
Foto Katrin

Sonntag, 14. März 2010

Geflochten



20.....12....10.....52 ......50........32 .......60........24

Diese Wolle habe ich in Farbverlauf mit EMO Flüssige Textilfarbe gefärbt. Die Zahlen zeigen die von mir verwendeten Farbnummern. Ich wollte schon immer probieren, ob ich ein Flechtmuster stricken kann, weil es meiner Meinung nach die Farben schön zur Geltung bringt. Für diesen Schal habe ich 100 g Wolle gebraucht. Er ist ca 120 cm lang und 20 cm breit, aber ich werde ihn noch auf eine Styroporplatte spannen und dämpfen.







Mittwoch, 6. Januar 2010

Nordische Kombination


Eine Freundin von mir hatte kurz vor Weihnachten einen überraschenden Trauerfall. Diese Socken sind für sie. Die Wolle ist handgefärbt mit EMO flüssige Textilfarbe. Ich habe etwas probiert, um die Passform zu verbessern: in der Mitte des Fußes sind 15 Reihen 2 re 2 li gestrickt. Das hatte ich mal bei Sportsocken so ähnlich gesehen und es scheint auch bei den Selbstgestrickten zu funktionieren. Sonst bin ich gar nicht für neue Sockenstrick-Ideen zu haben, und stricke eisern meine jahrzehntelang bewährten Basics immer wieder. Es hat den Vorteil, dass man nie etwas nachschauen muss und eine Socke fast von selbst entsteht. Das macht das Stricken so entspannend für mich.

Vorgestern im Arztwartezimmer warf eine Patientin einen Blick auf mein Strickzeug "Ach, Sie stricken noch die altmodische Ferse. Die Neue geht viel besser und schneller. Lassen Sie mich es mal zeigen." Mein Widerstand, dass ich mit der alten Version völlig zufrieden bin, und bis jetzt nicht kapiert habe, wie man eine Bumerangferse ohne Löcher strickt, war zwecklos. Und ich habe es wieder nicht verstanden...
In der Weihnachtszeit habe ich 5 Paar Socken und ein Paar Fäustlinge gestrickt - und alle gleich warm von den Nadeln verschenkt, ohne sie vorher zu fotografieren. Für mich bedeutet Nordische Kombination "Stricken + Skispringen", zum Glück ist die Vierschanzentournee gestern zu Ende gegangen, damit ich auch wieder zu etwas Anderem komme. Mindestens so lange, bis die Olympischen Spiele beginnen ;-). Es lebe der Wintersport mit dem Nadelspiel auf dem Sofa.

Freitag, 4. Dezember 2009

Tageslicht?

Es ist gar nicht so einfach, den hellsten Augenblick des Tages abzupassen. Oft ging die Sonne schon unter, bevor ich überhaupt zum Fotografieren kam. Deshalb habe ich heute alles, was in der letzten Zeit neben den unkreativen Tätigkeiten fertig geworden ist, beim Tageslicht fotografiert.

Es sind 2 Paar Socken aus handgefärbter Wolle - große und kleine. Ein Paar kleine Socken werde ich aus dem Rest noch rauskriegen.

Ein Hochzeitsalbum für Freunde, die schon im Mai geheiratet haben... Um das Foto habe ich Borten mit Perlen bestickt, Stoff Zweigart.

Und ein Halswärmer, der zuerst etwas ganz anderes werden sollte. Er ist schön weich und warm, ebenfalls aus handgefärbter Wolle. Ihn habe ich als eine Art Mogel-Moebius gestrickt: den Mittelteil immer rechts und immer als es mir langweilig wurde, habe ich eine Reihe Löcher gestrickt. Die Kanten habe ich gleich mit den Sticknadeln versetzt zusammen gestrickt und hatte so mein Moebius. Dann habe ich eine Rüsche an den Rand gestrickt. Durch die Maschenzunahme wurden die letzten Reihen so lang, dass ich fast 2 Stunden an einer Reihe gestrickt habe. Den behalte ich selbst!

Ein paar Sachen habe ich schon verschenkt, z.B. eine Ansteckblume und einen Babyquilt (hier noch in Arbeit), von denen habe ich leider keine Fotos. Dafür gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang. Bald ist es ja wieder so weit.
Schönen 2. Advent!

Mittwoch, 17. September 2008

Silbertal und Sockenwolle

In den letzten Tagen habe ich mehrere angenehme Überraschungen erlebt.


Zuerst habe ich ein Päkchen von Suzane bekommen,
mit wunderschöner handgefärbter Sockenwolle. Ich habe probeweise einige Reihen mit Bambusnadeln
No. 2,5 gestrickt, die Wolle läßt sich wunderbar stricken.

Meine geheimen Wünsche sind in Erfüllung gegangen und ich werde übers ganze Wochenende zum Carrefour du Patchwork fahren.
Ein riesengroßes Dankeschön an alle, die es mir möglich machen.

Ich freue mich drauf!

Montag, 10. September 2007

Socken


Von meiner Quiltfreundin Katrin bekam ich dieses schöne Sockenmuster. Bis jetzt habe ich immer nur einfache Socken gestrickt und habe das erste Mal etwas Neues ausprobiert. Es ließ sich gut und schnell stricken. Die Wolle habe ich mir aus Finnland mitgebracht, sie erinnert mich an die Farbe der Preiselbeeren.

Socken habe ich schon immer gestrickt. Auch damals, als es überhaupt nicht
in war. Gelernt habe iche
s in der Schule im Handarbeitsunterricht.
Damals hat e s mir aber keinen Spaß gemacht. In den Klassen
3- 6 hatte ich
eine Handarbeitslehrerin, der ich nichts recht machen konnte. Meine Mutter
hat meine
Stickhausaufgaben nicht gemacht, wie die anderen Mütter, es wurde immer viel aufgetrennt, ich hatte eine schlechte Note und
mußte oft freitags nachmittags, als alle anderen nach Hause durften, nachsitzen.
Aber dank dieser schweißtreibenden Sitzungen könnte ich vermutlich eine Socke
mit geschlossenen
Augen stricken. Was mir aber heute Schwierigkeiten macht,
ist die neue Bumerangferse. Ich habe sie p
aarmal versucht, und es kam nichts
Gescheides dabei raus. Also bleibe ich weiterhin bei meiner altmodischen finnischen Ferse, sozusagen als Erinnerung an meiner ersten Handarbeitslehrerin. Oder v
ielleicht sollte ich einen Kurs bei Zauberglöckchen machen? Die Hoffnung ist noch nicht ganz verloren.

In der Klasse 7 bekamen wir eine neue Lehrerin. Sie hatte ein Wort in ihrem Wortschatz,
das ihre Vorgängerin nicht kannte : K R E A T I V I T Ä T .
Sie hat jeden aufgemuntert, einen eigenen Stil zu finden, das Gelernte in eigener Weise umzusetzen. Und plötzlich konnte ich alles. Es war wunderbar, diese Lehrerin hat hat uns so viel mehr fürs Leben beigebracht als eine perfekte Ferse
.