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Montag, 18. Mai 2015

Zum internationealen Museumstag

Taschenvorlagen für Perlenweberei
holte ich mit meiner Tochter unseren "Muttertagsausflug" nach. Wir fuhren zum Museumssfest vom TRM nach Hohenstein-Ernstthal. Zur Ausstellungseröffnung „Glasperlen in der Mode“ gab es eine hochinteressante Führung von der Sammlerin Frau Dr. Bettina Levin, Sehmatal - Sehma.

In den goldenen Zwanzigern gab es eine riesige Nachfrage für Perlenaccessoires

Bei der Ausstellung werden Taschen und Textilien,  historische Werkzeuge und Maschinen präsentiert. Erzgebirge war eine Hochburg der Glasperlenweberei ca. 1910-30. Mit der Wirtschaftkrise brach der Export (vorrangig in die USA) ein und es wurde immer weniger in dieser Technik gearbeitet bis die Herstellung Ende 1950er Jahre komplett einschlief.
 
Einsätze für Kindertaschen


Perlentäschchen

Auch nach der Erfindung des Perlenwebstuhles blieb es recht mühsam. Die Musterreihen wurden in Kinderarbeit vorher eingefädelt und der Weber webte sie einzeln in ein Gewebe ein.
Im TRM hat sich viel getan in den letzten Jahren. Das Museum ist neu geordnet, die Motorräder sind ganz oben, die ständigen Ausstellungen zur Textilgeschichte in den unteren Etagen.
Die von Gudrun Heinz kuratierte Miniquiltausstellung "Langeweile" war auch noch am Sonntag zu sehen. Ich habe mich gefreut, dass ich es doch noch geschafft habe, sie zu sehen.

TRM ist ein super Ausflugsziel mit vielseitigem Angebot für die ganze Familie, gut von der A4 zu erreichen.

http://www.trm-hot.de/images/plakat_glasperlen-2015.jpg

Mittwoch, 13. Februar 2013

Vogelfutter, Grünfutter und Perlen

 Anke hat schon mal unsere Taschenparade vom Faschingssonntag gezeigt. Wir hatten ein schönes langes Näh-Wochenende. Ich möchte meine Tasche noch etwas erläutern. Die große bunte Schneidemattentasche entstand um ein UFO-Kissenplatte, die mir Marion aus der Patchworkgruppe zum Weiterverarbeiten oder Wegschmeissen gegeben hat.
Fertig sticken kam für mich nicht in Frage - mein ältestes eigenes existierendes UFO ist ein viel kleineres Stickbild aus dem Jahr 1977. Die Farben haben mich animiert, die Stickerei mit modernen Patchworkstoffen zu kombinieren. Da ich keine Schneidemattentasche hatte, habe ich mich dafür entschieden.

Ich habe einfach die nicht gestickten Flächen ausgeschnitten und die Ränder ausfransen lassen. Ein Vogelpaar habe ich mit der Nähmaschine draufappliziert. Eventuell kommen noch ein paar Schmetterlinge dazu.
Die Tasche ist meisenknödelförmig gequiltet, der herrliche Futterstoff gab den Namen der Tasche: Vogelfutter. Da er nicht ganz bis unten gereicht hat, hat Anke mir einen passenden Retro-Blumenstoff gegeben. Der Boden und die Griffe sind aus einem velourslederartigen Möbelstoff. Auf der Rückseite ist noch ein applizierter Jungvogel zu sehen.
 


Von den pastellfarbenen Reststoffen habe ich noch eine maschinengequiltete Handarbeitstasche genäht, die Anleitung ist aus dem Patchwork-Gildeheft. Meine Tasche heißt Grünfutter, die Blüten des Futterstoffes erinnern mich an Krautköpfe.

 Am Montag waren dann Perlen dran.
 Wir haben unser Armbandprojekt voran getrieben. Ich habe bemaltes Tyvek mit Perlen kombiniert und auf ein Stück Schlüsselband genäht. Jetzt fehlt nur noch der Verschluss. 

Ich hänge hinterher mit den Armbändern, hier kommt noch nachträglich mein Dezemberband. Recycling von Kronleuchterkristallen und neonfarbenen Gummiträgern einer Arbeitsschutzhose. Mich interessieren ungewöhnliche Materialkombinationen.



Dagegen pünktlich zum Valentinstag wurden in der Patchworkgruppe gestern 40 Herzkissen fertig zur Übergabe an das Wald-Klinikum Gera.
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Freitag, 4. Dezember 2009

Tageslicht?

Es ist gar nicht so einfach, den hellsten Augenblick des Tages abzupassen. Oft ging die Sonne schon unter, bevor ich überhaupt zum Fotografieren kam. Deshalb habe ich heute alles, was in der letzten Zeit neben den unkreativen Tätigkeiten fertig geworden ist, beim Tageslicht fotografiert.

Es sind 2 Paar Socken aus handgefärbter Wolle - große und kleine. Ein Paar kleine Socken werde ich aus dem Rest noch rauskriegen.

Ein Hochzeitsalbum für Freunde, die schon im Mai geheiratet haben... Um das Foto habe ich Borten mit Perlen bestickt, Stoff Zweigart.

Und ein Halswärmer, der zuerst etwas ganz anderes werden sollte. Er ist schön weich und warm, ebenfalls aus handgefärbter Wolle. Ihn habe ich als eine Art Mogel-Moebius gestrickt: den Mittelteil immer rechts und immer als es mir langweilig wurde, habe ich eine Reihe Löcher gestrickt. Die Kanten habe ich gleich mit den Sticknadeln versetzt zusammen gestrickt und hatte so mein Moebius. Dann habe ich eine Rüsche an den Rand gestrickt. Durch die Maschenzunahme wurden die letzten Reihen so lang, dass ich fast 2 Stunden an einer Reihe gestrickt habe. Den behalte ich selbst!

Ein paar Sachen habe ich schon verschenkt, z.B. eine Ansteckblume und einen Babyquilt (hier noch in Arbeit), von denen habe ich leider keine Fotos. Dafür gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang. Bald ist es ja wieder so weit.
Schönen 2. Advent!

Sonntag, 22. November 2009

Mission Impossible?

Gestern früh konnte ich nicht schlafen und ich habe angefangen, meine Perlen und anderen Kleinkram in kleine Fächer zu sortieren. Bisher hatte ich sie bevorzugt offen in großen Schalen und Tellern aufbewahrt. Mich inspiriert es, wenn ich die gemischte Auswahl sehe und die passenden Teilchen einfach aus der Menge heraus fischen kann. Mal sehen, wie ich mit den vielen Schubladen zurecht komme. Wahrscheinlich muss ich alles beschriften - wie soll ich sonst wissen in welchem von den 4 x 36 Fächern meine schönste Perle sich gerade befindet? Ich habe nach Farbe, Material, Anwendung und Gefühl sortiert... Zugegeben, es sind auch einige Fächer dabei, in die ich den Rest einfach so gekippt habe, als ich keine Lust mehr zum Sortieren hatte.

Ob meine wilden Perlen sich in dieser anonymen Behausung wohl fühlen werden? Es sieht doch aus wie eine trostlose Plattenbausiedlung. Wie macht ihr das bloß mit euren Materialsammlungen? Katrin fragte mich mal, wie ich mein Kreativmaterial aufbewahre. Ich habe Wochen überlegt, was ich ihr antworten sollte. Dann wußte ich es: das Material bewahrt mich auf.