Posts mit dem Label UFO werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label UFO werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 13. Februar 2013

Vogelfutter, Grünfutter und Perlen

 Anke hat schon mal unsere Taschenparade vom Faschingssonntag gezeigt. Wir hatten ein schönes langes Näh-Wochenende. Ich möchte meine Tasche noch etwas erläutern. Die große bunte Schneidemattentasche entstand um ein UFO-Kissenplatte, die mir Marion aus der Patchworkgruppe zum Weiterverarbeiten oder Wegschmeissen gegeben hat.
Fertig sticken kam für mich nicht in Frage - mein ältestes eigenes existierendes UFO ist ein viel kleineres Stickbild aus dem Jahr 1977. Die Farben haben mich animiert, die Stickerei mit modernen Patchworkstoffen zu kombinieren. Da ich keine Schneidemattentasche hatte, habe ich mich dafür entschieden.

Ich habe einfach die nicht gestickten Flächen ausgeschnitten und die Ränder ausfransen lassen. Ein Vogelpaar habe ich mit der Nähmaschine draufappliziert. Eventuell kommen noch ein paar Schmetterlinge dazu.
Die Tasche ist meisenknödelförmig gequiltet, der herrliche Futterstoff gab den Namen der Tasche: Vogelfutter. Da er nicht ganz bis unten gereicht hat, hat Anke mir einen passenden Retro-Blumenstoff gegeben. Der Boden und die Griffe sind aus einem velourslederartigen Möbelstoff. Auf der Rückseite ist noch ein applizierter Jungvogel zu sehen.
 


Von den pastellfarbenen Reststoffen habe ich noch eine maschinengequiltete Handarbeitstasche genäht, die Anleitung ist aus dem Patchwork-Gildeheft. Meine Tasche heißt Grünfutter, die Blüten des Futterstoffes erinnern mich an Krautköpfe.

 Am Montag waren dann Perlen dran.
 Wir haben unser Armbandprojekt voran getrieben. Ich habe bemaltes Tyvek mit Perlen kombiniert und auf ein Stück Schlüsselband genäht. Jetzt fehlt nur noch der Verschluss. 

Ich hänge hinterher mit den Armbändern, hier kommt noch nachträglich mein Dezemberband. Recycling von Kronleuchterkristallen und neonfarbenen Gummiträgern einer Arbeitsschutzhose. Mich interessieren ungewöhnliche Materialkombinationen.



Dagegen pünktlich zum Valentinstag wurden in der Patchworkgruppe gestern 40 Herzkissen fertig zur Übergabe an das Wald-Klinikum Gera.
.

Montag, 12. März 2012

Verzettelt in Scraps



 Am Wochenende habe ich wieder genäht, das Wetter war so trüb, dass ich keine Lust hatte rauszugehen.  Statt mich auf eine Sache zu konzentrieren, habe ich es wieder geschafft, mich komplett zu verzetteln bzw. zu verschnipseln. Es fing damit an, dass ich aus meinen Stoffmarktstoffen einen einfachen Quilt mit 25 großen Shoo Fly Blöcken zuschneiden wollte. Da ich schon mal mit dem Muster gearbeitet habe, habe ich keinen Probeblock genäht. Die Ecken habe ich als schnelle Dreiecke genäht und dabei einen Denkfehler gehabt. Der hat sich dann schön potenziert und am Ende mußte ich 200 mal nachschneiden, weil die restlichen Quadrate für die Dreiecke zu klein waren. Die Schneideabfälle landeten in einem Papierkorb.
Diese Schnipsel bekamen plötzlich ein Eigenleben, sie wollten raus aus dem Papierkorb. Ich dachte an eine Seenlandschaft und klebte sie aneineander als Hintergrund. Hintergründe kann man nie genug haben, habe ich letztens in unserem Collagen-Workshop gelernt.

Zwischendurch fand ich überraschend 29 8" Scraps in gebrochenen dunklen Tönen wieder, es waren ursprünglich 30, ich muss einen für etwas schon mal verwendet haben. In dem neuen finnischen Patchwork-Gildeheft Tilkkulehti wurde eine für mich neue Schnelltechnik für Arrowhead-Blöcke beschrieben. Ich legte die Scraps an die Designwand und suchte passende helle Stoffe aus. Das wäre doch was für diese Stoffe. Zugeschnitten wird irgendwann später...
Scrap Pack
Die Hälfte von den Shoo Fly Blöcken war inzwischen genäht, aber es war so langweilig, dass ich weiter an der Schnipselcollage gearbeitet habe. Am letzten Wochenende verwendeten Kerstin und Anke an ihren Collagen Organza. Das wollte ich jetzt auch probieren.
Das Bild war aber keine Seenlandschaft mehr, sondern ein Sonnenaufgang in Elsass. Die Weinblätter sind aus selbstgefärbten Stoffen. Die Collage ist noch nicht fertig, die Blätter sind noch nicht festgenäht, es fehlen noch ein paar Weintrauben und der Rand. Irgendwann gibt es ein Foto in besserem Licht und hoffentlich mit Rand.
 
Zu dieser Collage wurde ich inspiriert durch diese Bilder vom letzten September:
Weinstöcke
Sonnenaufgang in Weinbergen, Elsaß 2011
 Also, was habe ich nun gekonnt? Nichts fertig, aber dafür 3 neue UFOs.Typisch.

Montag, 10. Mai 2010

Anfangen oder Aufhören?

Was ist schwieriger, Anfangen oder Aufhören?“ lautet eine der Standardfragen in der Sendung „Figaro trifft…“ mittwochs auf meinem Lieblingssender mdr Figaro . Die Studiogäste geben im Interview verschiedene Antworten auf diese Frage. Habt ihr schon mal danach gedacht?

Anfangen? Wenn es um einen neuen Quilt geht oder ein neues Buch, kann ich mich kaum bremsen, damit sofort anzufangen. Aber anderseits, Dinge, die man nicht so gern tut, fängt man auch nicht gern an und schiebt sie ewig vor sich hin.

Aufhören ist auch schwierig. Einmal in den Schwung gekommen; wann ist ein Quilt fertig, wann soll man lieber aufhören zu verzieren und verschönern? Wann soll man sich einfach mit anderen Dingen beschäftigen? Was soll man zu Ende bringen?

Ich hatte versprochen, dieses grüne UFO fertig zu zeigen. Er ist das Endergebnis eines Soluvlies-Kurses bei Andrea Zimmer, es ging um durchsichtige Elemente. Ich habe Sunprinting-Stoff, Perlen, Spitzen, Wolle und Knöpfe verwendet. Ich hoffe, ich habe noch rechzeitig aufgehört. Der kleine Dreiteiler hängt jetzt an der Flurtür, damit das Licht durchschimmern kann.

Donnerstag, 8. April 2010

Grünes Licht für UFOs


Nachdem ich meine UFOs farblich sortiert habe (nee, so viele sind es auch wieder nicht) habe ich mich mit den Grünen beschäftigt.
Dieses Täschchen aus handgefärbter Baumwolle war schon eine Weile zugeschnitten, ich habe es maschinengequiltet, entfärbt und genäht. Die Näh-Anleitung gab es in dem finnischen Gildeheft Tilkkulehti 4/2009.

Als nächstes wird dieses grüne UFO fertig gestellt, angefangen im Kurs von Andrea Zimmer vermutlich November 2007 - Elke bezeichnete ihre Kursarbeit schon im Sommer 2008 als UFO. Ich hänge also richtig hinterher.

Work in Process

Von Riitta bekam ich zu Ostern ein Überraschungspäkchen. Dieses wunderschöne Buch mit ausschließlich grünen Bildern war drin. Eine Quelle der Inspiration für mich.

Mittwoch, 7. April 2010

Ein UFO weniger

Heute habe ich einen angefangenen Läufer fertig gestellt. Die Blöcke habe ich in Margot's Streifentechnik-Kurs an den Kreativtag der Museumsquilter im Januar 2009 genäht. Jetzt habe ich sie wieder gefunden. Das Ergebnis ist etwas unruhig - aber Hauptsache fertig.
Vielleicht kann ich ihn auf die Flurkommode legen. Oder auf den Gartentisch?
Das nächste UFO wartet schon.

Montag, 5. April 2010

Aufräumen, Gedankenstoff und UFOs

Ich musste wieder dringend meine Stoffvorräte aufräumen. Ich mach es nicht gern, ich schöpfe gern aus dem Vollen und bilde farblich sortierte Haufen, in denen die Stoffe und weitere Zutaten zusammen passen. Aber wenn ich diese Haufen überall verteilt habe, wo etwas freier Platz ist, ist irgendwann der Punkt erreicht dass rien ne va plus. Das schlimme ist, dass beim Aufräumen werde ich durch fast alles inspiriert, was ich finde. Egal ob ein Stofffitzelchen, ein Garnrest, alles beginnt mir eine Geschichte zu erzählen, was es mal werden möchte. Ich habe versucht vorzustellen, wie es wäre, wenn ich einfach emotionslos Ordnung schaffen könnte, mit einem kühlen Kopf sortieren und aussortieren.

Bei mir ist diese Funktion nicht eingebaut. So sehr wie ich versuche, vernünftig zu sein und durchzuziehen, flüstern mir die Stoffstückchen ihre spannenden Geschichten ins Ohr und verführen mich. Die Folge ist zwangsläufig eine Reizüberflutung. Mein Kopf ist voller Ideen und droht zu platzen. Und wenn ich einmal so viel Platz freigeschaufelt habe, dass ich dort ein kleines Projekt nähen kann, mache ich das, und komme nicht mit dem Aufräumen weiter. Das macht mich dann wieder unzufrieden und letzendlich unkreativ. Ein Teufelskreis. So lange ich kein Personal mir leisten kann, muss ich wohl damit leben?


Ich sammele Stoffe seit dem ich 13 bin, also seit den 70'ern. Wenn ich einen Stoff sehe, der mich anspricht, weiß ich sofort, was er werden könnte oder zu welchen Stoffen in meinen Vorräten er passen könnte. Im Kopf schiessen neue Ideen hin und her - nur ich komme nicht nach und schaffe es niemals, all das zu nähen. Ich habe nur ein Leben. Und auch wenn es mehrere sein sollten, habe ich noch von niemandem gehört, der seine Stoffvorräte ins Jenseits rüberretten konnte.


UFOs habe ich auch gefunden. Vor allem weiß ich nicht mehr, was ich alles mal angefangen habe und was für Teile es werden sollten. Ich habe die Existenz mancher Projekte einfach komplett verdrängt. Das kann ich widerum gut, merke ich. Ein Topflappen (Baubeginn Mai 2009) habe ich gerade erfolgreich zusammengesetzt. Das ist doch ein Anfang.
Vielleicht bin ich doch noch zu retten? Bin aber beim Aufräumen noch gar nicht bis zu meinem Grandmother's Flower Garden vorgedrungen, um den aktuellen Stand zu checken. Für den brauche ich sicher noch weitere 5 Jahre. Dieser Quilt ist kein UFO, er ist ein Lebenswerk.