Wie der Zufall es so wollte, hatte ich am letzten Sonnabend einen ganzen Tag
nur für mich allein zur Verfügung. Ich war in Frankfurt a.M., hatte keine
konkreten Pläne und bin einfach nach dem Frühstück mit der S-Bahn losgefahren. Ich kenne Frankfurt überhaupt nicht, war bisher kaum weiter als auf die Messe gekommen.
Ich stieg spontan in Sachsenhausen aus und bummelte bei bestem Wetter in
Richtung Stadmitte. An vielen kleinen Boutiques, an dem Affentorplatz, dem
Vormittag ausgstorbene Äbbelwoiviertel ging ich vorbei.






nur für mich allein zur Verfügung. Ich war in Frankfurt a.M., hatte keine
konkreten Pläne und bin einfach nach dem Frühstück mit der S-Bahn losgefahren. Ich kenne Frankfurt überhaupt nicht, war bisher kaum weiter als auf die Messe gekommen.
Ich stieg spontan in Sachsenhausen aus und bummelte bei bestem Wetter in
Richtung Stadmitte. An vielen kleinen Boutiques, an dem Affentorplatz, dem
Vormittag ausgstorbene Äbbelwoiviertel ging ich vorbei.
Auf der Alten Brücke sah ich eine Werbebanderolle "Impressionistinnen in der Schirn Kunsthalle"
und hatte sofort ein Ziel, wußte aber nicht, wo genau die Kunsthalle liegt und bummelte weiter durch das chice Galerievietel um den Dom.
und hatte sofort ein Ziel, wußte aber nicht, wo genau die Kunsthalle liegt und bummelte weiter durch das chice Galerievietel um den Dom.
Plötzlich zwischen den vielen Galerien entdeckte ich affentor , den shop kannte ich aus dem Internet und bin neugierig reingegangen. Affentor ist aus einem Projekt für
arbeitslose Frauen entstanden, sie nähen Taschen und Accessoires aus gebrauchten Textilien.
Da ich das Konzept und die Produkte genial finde, habe ich mir ein kleines Täschchen
als Andenken gekauft. Die Form ist clever, der Stoff war vielleicht mal eine Tischdecke
aus der Provence. Mir gefällt der Recyclinggedanke, aus alten Materialien neues zu Gestalten,
ich verwende selbst oft gebrauchten oder alten Stoff.
arbeitslose Frauen entstanden, sie nähen Taschen und Accessoires aus gebrauchten Textilien.
Da ich das Konzept und die Produkte genial finde, habe ich mir ein kleines Täschchen
als Andenken gekauft. Die Form ist clever, der Stoff war vielleicht mal eine Tischdecke
aus der Provence. Mir gefällt der Recyclinggedanke, aus alten Materialien neues zu Gestalten,
ich verwende selbst oft gebrauchten oder alten Stoff.
Leider wußte die Verkäuferin auch nicht, wie ich zur Kunsthalle komme und so lief ich einfach die Straße weiter. Im Museum für Moderne Kunst habe ich mich danach erkundigt und war auch nicht mehr weit entfernt.
Ich hatte gleich zweifach Glück: zum Frauentag war der Eintritt für Frauen ermäßigt
und ich konnte sofort an einer Führung teilnehmen.
Ich hatte gleich zweifach Glück: zum Frauentag war der Eintritt für Frauen ermäßigt
und ich konnte sofort an einer Führung teilnehmen.
Die Ausstellung zeigte über 150 Werke von 4 Künstlerinnen: Berthe Morisot, Mary
Cassat, Marie Bracquemond und Eva Gonzales. 4 unterschiedliche Frauen, die alle gegen
Hürden und Vorurteile in der von Männern dominierten Pariser Künstlerszene kämpfen
mußten. Frauen konnten damals z.B. nicht offiziell Kunst studieren und Privatlehrer nahmen
doppeltes Honorar, wenn sie Frauen unterrichteten. Ein Heirat bedeutete fast immer
Aufgabe der eigenen (Künstler)karriere.
Cassat, Marie Bracquemond und Eva Gonzales. 4 unterschiedliche Frauen, die alle gegen
Hürden und Vorurteile in der von Männern dominierten Pariser Künstlerszene kämpfen
mußten. Frauen konnten damals z.B. nicht offiziell Kunst studieren und Privatlehrer nahmen
doppeltes Honorar, wenn sie Frauen unterrichteten. Ein Heirat bedeutete fast immer
Aufgabe der eigenen (Künstler)karriere.
Nach dem Rundgang habe ich noch etwas Tolles entdeckt, ein offenes Atelier! Dort saß ein Modell vor einer Kulisse und jeder konnte selbst versuchen, ein Bild mit Acrylfarben oder Pastellkreide zu malen. Ich habe eine Staffelei und Zubehör bekommen und konnte sofort loslegen.
Foto: Ini
Das Modell hat sich, nachdem ich alles skizziert hatte, anders herum gesetzt, aber da ich
sowieso nicht gerade detailgetreu malte, war es nicht so tragisch. Es hat Spaß gemacht,
mit Acrylfarben habe ich noch nie gearbeitet. Als die junge Frau Pause hatte, habe ich auch
noch den Blumenstrauß gemalt. Nach dem Malen bin ich noch mit einer anderen Frau aus dem Atelier runter ins Cafe gegangen und mich kurz mit ihr nett unterhalten, bevor ich meine Entdeckungstour in der City fortsetzte.
Aus der Kunsthalle fiel ich praktisch auf dem Römer raus. Es war frühlingshaft warm, viele
Leute saßen im Freien und bummelten durch die Straßen. Mandelbäume (Oder Zierkirschen?) haben geblüht. Ich schaute in ein paar Buchläden herein, lief weiter Richtung Zeil.
Dort war es noch voller und unruhiger: Eine Demonstration zog gerade durch die Fußgängerzone. Ich rettete mich in ein Schuhgeschäft bis das Schlimmste vorbei war. Ich wollte nur noch schnell in die Stoffabteilung von Karstadt. Dort verweilte ich bestimmt
eine ganze Stunde. Ich versuche ja, möglichst keinen neuen Stoff zu kaufen, aber
es gibt immer Ausnahmen... Warum sollte ich ausgerechnet am Frauentag darauf verzichten?
Ich sammele grüne Stoffstreifen und entdeckte bei den ermäßigten Patchworkstoffen einige
grüne Stoffe, die ich noch nicht hatte. Und dann bei den Bekleidungsstoffen gab es einen
interessant strukturierten Stoff, der wie Patchwork aufgebaut war. Den gab es leider nicht
in meiner Wunschfarbe, aber ich werde versuchen, ihn zu Färben. Wie allerdings die
Steppnähte sich beim Färben verhalten, kann ich noch nicht sagen, aber einen Versuch ist es wert -
der Stoff war nicht teuer.

Das Modell hat sich, nachdem ich alles skizziert hatte, anders herum gesetzt, aber da ich
sowieso nicht gerade detailgetreu malte, war es nicht so tragisch. Es hat Spaß gemacht,
mit Acrylfarben habe ich noch nie gearbeitet. Als die junge Frau Pause hatte, habe ich auch
noch den Blumenstrauß gemalt. Nach dem Malen bin ich noch mit einer anderen Frau aus dem Atelier runter ins Cafe gegangen und mich kurz mit ihr nett unterhalten, bevor ich meine Entdeckungstour in der City fortsetzte.
Aus der Kunsthalle fiel ich praktisch auf dem Römer raus. Es war frühlingshaft warm, viele
Leute saßen im Freien und bummelten durch die Straßen. Mandelbäume (Oder Zierkirschen?) haben geblüht. Ich schaute in ein paar Buchläden herein, lief weiter Richtung Zeil.
Dort war es noch voller und unruhiger: Eine Demonstration zog gerade durch die Fußgängerzone. Ich rettete mich in ein Schuhgeschäft bis das Schlimmste vorbei war. Ich wollte nur noch schnell in die Stoffabteilung von Karstadt. Dort verweilte ich bestimmt
eine ganze Stunde. Ich versuche ja, möglichst keinen neuen Stoff zu kaufen, aber
es gibt immer Ausnahmen... Warum sollte ich ausgerechnet am Frauentag darauf verzichten?
Ich sammele grüne Stoffstreifen und entdeckte bei den ermäßigten Patchworkstoffen einige
grüne Stoffe, die ich noch nicht hatte. Und dann bei den Bekleidungsstoffen gab es einen
interessant strukturierten Stoff, der wie Patchwork aufgebaut war. Den gab es leider nicht
in meiner Wunschfarbe, aber ich werde versuchen, ihn zu Färben. Wie allerdings die
Steppnähte sich beim Färben verhalten, kann ich noch nicht sagen, aber einen Versuch ist es wert -
der Stoff war nicht teuer.
Dann wurde ich doch langsam müde und bin wieder zurückgefahren. Eigentlich wollte ich noch eine Kleinigkeit essen gehen, statt dessen habe ich es mir gemütlich gemacht und etwas an einem Crazy Herz gestickt bis meine Freunde nach Hause kamen.

...noch nicht ganz fertig...
Es war ein toller Frauentag in Frankfurt! Es muss nicht unbedingt Paris, Berlin oder Budapest sein... und vor allem, es macht Spaß, sich einfach überraschen zu lassen, was ein Tag mit sich bringt.
Wann kann frau das schon machen?
...noch nicht ganz fertig...
Es war ein toller Frauentag in Frankfurt! Es muss nicht unbedingt Paris, Berlin oder Budapest sein... und vor allem, es macht Spaß, sich einfach überraschen zu lassen, was ein Tag mit sich bringt.
Wann kann frau das schon machen?


7 Kommentare:
Sorry, ich weiß nicht warum der Text sich so zersplittet, kann momentan auch nicht noch mal versuchen, ihn einzugeben. Ich konnte heute auch immer nur einzelne Fotos hochladen, irgendwas ist mit dem blogger.
Ich konnte alles gut lesen.
Einen schönen Tag hattest Du.
Besonders hat mich Deine Spontanität zum Malen begeistert. Ich hätte mich das nicht getraut :)
Viele liebe Grüße
Anke
Hallo Helena,
unglaublich, was Du alles an nur einem Tag gemacht hast! Bin auch sehr davon beeindruckt, dass Du eben mal so zwei Bilder malen kannst. Hat mir sehr viel Spaß gemacht Deinen Erlebnisbericht zu lesen!! Danke!
Liebe Grüße,
Alicja
Ein Tag ganz für sich allein und dann noch mit solchen Erlebnissen . beneidenswert!
LG
Elke
Solche Tage sind doch einfach schön!
Hallo Helena, toll wie du Frankfurt siehst. Ich wohne ja nur 20km von dort . Im Moment fahre ich 2mal in der Woche meinen Mann nach Frankfurt zur Reha und habe dann auch immer noch Zeit mir was anzusehen. In die Schirn möchte ich auf jeden Fall auch nochmal gehen. Also ich finde diese Stadt immer faszinieren mit ihren Hochhäusern. Im Sommer setze ich mich auch mal in ein Kaffee in die Fressgasse und beobachte Leute . Ich freue mich das dir die Stadt so gut gefallen hat.Liebe Grüsse Angela
Einen schönen und interessanten
Tag hast du da verlebt. Es hat bestimmt viel Spaß gemacht, besonders das Malen fand ich eine tolle Sache. Schade, das man das Bild mit der Frau nicht größer sehen kann.
LG
Simone
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